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Mit Schwung und Leidenschaft

Landesorchester des Turner-Bunds spielt in Paulinerkirche Mit Schwung und Leidenschaft

Zeitgenössische Komponisten spielte das Landesorchester des Niedersächsischen Turner-Bunds am Sonnabend in der vollbesetzten Paulinerkirche. Trotz der schweißtreibenden Hitze und einer nicht optimalen Akustik waren die 50 Musiker mit Schwung und Leidenschaft bei der Sache.

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Zeitgenössische Komponisten spielte das Landesorchester des Niedersächsischen Turner-Bunds am Sonnabend in der vollbesetzten Paulinerkirche.

Quelle: PH

Göttingen. Das Blasorchester unter Leitung von Rolf Hinrichs begann klassisch mit der Symphonic Overture von James Barnes. Eindrucksvoll füllten die Musiker die Solos aus, die der Komponist jedem Instrument einräumt. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens eines Luftwaffen-Orchesters ist das Werk entstanden. Kraftvoll erschallten die Eröffnungesfanfaren bei Johan de Meijs lyrischem Stück La Quintessenza.

In der Tradition der englischen Romantik steht Eric Whitacres October, das lautmalerisch Herbstimmung in der schwül-heißen Kirche verbreitete. Dunkel-bedrohlich schwoll das Orchester bei Nuclear Power von Otto M. Schwarz an. Es erzählt von den Reaktorunfällen in Tschernobyl und Fukushima. Ein heiterer, dritter Teil gibt dann einen Ausblick auf die Stadt der Zukunft, die regenerative Energien nutzt.

Popmusik prägte dann den zweiten Teil des Konzerts. Für den Film hat John Williams sein Werk The Cowboys komponiert. Im Volkslied Scarborough Fair, das Andrew Boysen arrangiert hat, stellen sich zwei Liebende unmöglich zu lösende Aufgaben. Schottische und irische Volkslieder hat Johan de Meij in seinen Songs from the Catskills für Orchester bearbeitet. Die Catskills sind ein Gebirgszug im Staate New York, der an den Hudson grenzt. In einem der Lieder hört man das Klopfen der Hämmer von Arbeitern im Steinbruch.

In einem japanischen Arrangement brachte das Orchester Bart Howards jazziges Stück Fly me to the moon zu zu Gehör. An einer Stelle greift es das Thema in der Art einer Bach-Fuge auf. Für ihre improvisierten Solos bekamen Trompeter Julius Petzold und die Göttinger Flötistin Frauke Theiß kräftigen Applaus.

Die Musiker des vor 20 Jahren entstandenen Orchesters kommen aus allen Teilen Niedersachsens. Gemeinsam proben können sie nur zweimal im Jahr, wenn sie sich für jeweils dreieinhalb Tage treffen.

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Von Redakteur Michael Schäfer

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