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Mit Waffen und Drogen

39-Jähriger verurteilt Mit Waffen und Drogen

Ein 39-jähriger Mann aus Bovenden ist wegen Drogenbesitzes und -handels vom Göttinger Landgericht zu drei Jahren Haft und Unterbringung im Maßregelvollzug verurteilt worden. 

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Symbolbild.

Quelle: dpa

Göttingen. Er war Mitte Mai mit 250 Gramm Haschisch, gut 50 Gramm Marihuana und fast 200 Psycho-Pillen, dazu einem geladenen Schreckschuss- und Gasrevolver, einem zusammenschiebbaren Schlagstock und zwei Messern verhaftet worden.

Ursprünglich war der Mann auch wegen Drogenhandels in großem Stil und Waffenbesitzes angeklagt. So soll er unter anderem am Klosterpark Weende Haschisch und Marihuana verkauft haben. Vor Gericht legte der Mann jedoch dar, dass er seit Jahrzehnten schwer drogenabhängig sei, mit zehn Jahren mit dem Konsum von Cannabis begonnen und mit 14 erstmals Heroin genommen habe. Mit seiner Aussage, er habe in der Zeit vor seiner Festnahme täglich 60 bis 80 Tabletten Diazepam konsumiert, setzte der 39-jährige selbst erfahrene Strafverteidiger und Gutachter in Erstaunen. Weiterhin erzählte er dem Gericht, dass er Dealen „nicht nötig“ gehabt habe, weil ihn seine Freundin ausgehalten habe. Zu den Waffen erklärte der Mann, Bekannte hätten ihn gewarnt, er solle überfallen werden. Nur um sich in einem solchen Falle zur Wehr setzen zu können, habe er Revolver, Schlagstock und Messer eingesteckt.

Das Gericht ließ sich davon überzeugen, dass der Angeklagte nur gelegentlich Drogen an Freunde und Bekannte weitergegeben habe. Auch bestätigte die Freundin die Angaben: Sie habe dem 39-Jährigen in der Tat Geld für Drogen gegeben. Darüber hinaus führte auch die Aussage des Gutachters, die Wahnidee eines möglichen Überfalls könne durch den massiven Drogenkonsum ausgelöst worden sein, zu einem milderen Urteil.

Statt Handel mit größeren Mengen sah das Gericht nunmehr nur die Weitergabe kleiner Mengen als erwiesen an. Nun muss der Mann für drei Jahre hinter Gitter und kommt wegen seiner schweren Drogensucht in den Maßregelvollzug.

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