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Mit dem DeLorean ins Göttinger Stern-Kino

„Zurück in die Zukunft“ am 21. Oktober 2015 Mit dem DeLorean ins Göttinger Stern-Kino

Der 21. Oktober 2015 ist der Tag, an dem Marty McFly in der Zukunft ankommt. Der zweite Teil von „Zurück in die Zukunft“ hatte im Dezember 1989 Premiere. Die Filmemacher ließen in der Zukunft Autos und Skateboards fliegen. Einiges davon ist heute Realität, anderes nicht. Der Kultfilm wird heute in vielen Kinos gezeigt.

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Am 21. Oktober 2015 kommt Marty McFly in „Zurück in die Zukunft II“ in der Zukunft an. Weltweit wollen Fans der Kult-Trilogie diesen Tag feiern.

Quelle: Universal Pictures

Göttingen. „Hallo, Hallo, jemand Zuhause? Denk mal nach Mc Fly“: Wenn Biff das sagt und dabei Marty auf den Kopf klopft, dann weiß eine ganze Generation von Filmfreunden, um was es geht. Die Trilogie „Zurück in die Zukunft“ genießt heute bei Cineasten Kultstatus. „Seit Juni sind die Karten im Angebot, sie gingen gleich gut weg“, sagt Jens Gerwien vom Göttinger Cinemaxx. Dort werden am 21.10.2015, dem Tag, an dem Marty McFly im Film in der Zukunft ankommt, alle drei Filme hintereinander gezeigt. „Das läuft sensationell.“


Vermeintlicher Trailer zu "Der weiße Hai 19"

 
Das lassen sich natürlich auch die Freunde des Göttinger Sciencefiction-Stammtischs nicht entgehen. „Die Zeitreise-Filme sind toll, die Charaktere sind großartig und die Geschichte funktioniert auch heute noch“, sagt Aline Jatho. Und die Trilogie spiele im Gegensatz zu vielen Weltraumabenteuern „in unserem Zeitrahmen“, so die 30-Jährige. „Hier wird Zukunft greifbar abgebildet.“ Rund zehn der Stammtischmitglieder gehen am Mittwoch ins Cinemaxx, sie stehen ab 18.15 Uhr vor dem Kino 3 bereit für weitere Fans, die sich ihnen anschließen möchten.

 
Im Kino hält Gerwien einige Überraschungen bereit, es gibt ein Quiz, kleine Geschenke und Überraschungen.

 


"Offizielle" Werbung für Hoverboards

 
Auch die Premiere des Films, der am 21. Dezember 1989 im Göttinger Stern-Kino erstmals lief, hatte für die Besucher eine Überraschung bereit. Damals stand im Foyer ein silbergrauer DeLorean – genau das Auto, mit dem Marty und Doc Brown in die Zukunft reisen. Der – damals schon sehr seltene – Sportwagen gehörte einem Göttinger Autofreund, der seinen Namen nicht nennen möchte. „Ich habe das Fahrzeug damals bei einem Immobilienmakler gekauft, er stand in einer Halle im Industriegebiet“, erzählt der Mann. Der spontanen Zuneigung für das Auto folgten der Kauf – und eine Menge Aufmerksamkeit. „Der DeLorean war ja nicht lackiert, ständig hatte ich Handabdrücke auf dem blanken Edelstahl, ich habe literweise Putzmittel verbraucht“, erinnert er sich lachend. Der erste Film der Reihe war ja bereits erschienen, das exotische Auto also auch in Deutschland ziemlich bekannt.  Als die Premiere des zweiten Films nahte, erhielt der Autofan einen Anruf von „Elmar“. Der betrieb damals das Stern-Theater in der Sternstraße. „Ich wusste gar nicht, dass man auf einer Rampe direkt dort hinein fahren kann“, so der ehemalige DeLorean-Besitzer. Ging aber. Das Auto wurde ausgestellt. „Ich war über Weihnachten und Silvester im Urlaub, ob der DeLorean nun in der Garage oder im Kino steht, war ja auch egal“.

 

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Zurück in die Kinos

Diese Kinos zeigen am Donnerstag die „Zurück in die Zukunft“-Trilogie:

Die Neue Schauburg in Northeim , Markt 10,  zeigt die drei Filme am Mittwoch, 21. Oktober bereits um 18 Uhr. In dem Kino stehen 333 Plätze bereit, es gibt noch Karten. „Wir haben eine Ausstellung und einige Überraschungen zu Beginn und in den Pausen geplant“, sagt Torben Scheller von der Schauburg.

 
 Das Göttinger Cinemaxx zeigt ebenfalls alle drei Filme – in komplett restaurierter Fassung – Beginn ist um 18.30 Uhr.  Es sind noch einige Karten zu haben.

 
 In den Schiller-Lichtspielen Hann. Münden , Lange Straße 47, beginnt die Vorstellung um 18.30 Uhr. Auch hier gibt es noch Karten.

 
  Filmcenter Feilenfabrik , Sachsenring 3, in Duderstadt, zeigt die Trilogie ebenfalls,  Beginn ist dort um 18.45 Uhr.

Originalankündigung des 2. Teils im Tageblatt 1989 (Zum Vergrößern klicken)

Quelle:
 
Realität hat den Film überholt
Wie realistisch ist es, durch die Zeit zu reisen und wie funktioniert ein fliegendes Skateboard? Im Interview erklärt Dr. Boris Lemmer, Wissenschaftler am Institut für Kern- und Teilchenphysik der Universität Göttingen, welche Fiktion aus dem Film von 1989 längst Realität geworden ist.

Wie realistisch ist es, durch die Zeit zu reisen und wie funktioniert ein fliegendes Skateboard? Im Interview erklärt Dr. Boris Lemmer, Wissenschaftler am Institut für Kern- und Teilchenphysik der Universität Göttingen, welche Fiktion aus dem Film von 1989 längst Realität geworden ist.

Quelle:

So eine Zeitmaschine ist ja etwas feines. Wie funktioniert denn ein Flux-Kompensator?
Darüber lassen uns die Macher des Films leider im Unklaren.

 
Gibt es denn eine theoretische Möglichkeit, die Zeit zu verändern?
Bei sehr, sehr hohen Geschwindigkeiten werden Längen gestaucht und Zeiten gedehnt. Einstein beschreibt das im Rahmen seiner Relativitätstheorie. Damit der Effekt deutlich wird, braucht man mindestens 20-prozentige Lichtgeschwindigkeit. Doch damit kann man nicht in der Zeit reisen.

 
Wie schnell ist denn Licht?
Licht legt etwa 300 000 Kilometer pro Sekunde zurück. Schneller als Lichtgeschwindigkeit geht nicht. Will man mehr erreichen, dann müsste sich der Raum mitbewegen – ähnlich wie der Boden bei einem Laufband am Flughafen. Da laufe ich auch schneller, als ich es sonst könnte. 

 
Die 140 Stundenkilometer, auf die der DeLorean im Film beschleunigen muss, reicht also nicht?
Für diesen Wert gibt es keine Erklärung. Wenn wir den Raum  bewegen könnten, kann das Auto auch stehenbleiben.

 
Aber wie bitteschön bekommt man denn den Weltraum in Bewegung?
Nun, es gibt natürlich Bewegung im Weltraum. Für eine Krümmung des Raums sind allerdings extreme Bedingungen und ein massiver Energieaufwand nötig.  

 
Also nichts, was Mensch und Technik schaffen könnten?
Das ist sehr schwierig. Ein Blitzschlag, der in dem Film die Energie liefert, schafft das jedenfalls nicht. Selbst wenn wir es irgendwie schaffen würden, die Energie aufzubringen, hätten wir weitere Probleme. Bei einem Flug mit Lichtgeschwindigkeit sammelt sich ja so allerlei Zeug an.

 
Allerlei Zeug? Meteoriten und Weltraumschrott?
Ja, zum Beispiel. Das Weltall ist ja nicht leer. Man kann sich das dann so vorstellen, wie Fliegen, die auf die Windschutzscheibe eines Autos klatschen.

 
Aber Raumschiffe können doch auch durch das All reisen?
In den Star-Trek-Filmen fliegt die Enterprise zwar mit Warp-Geschwindigkeit. Aber das in einer Art um das Schiff aufgebauten Blase, in der es selbst stillsteht. Denn selbst so stark beschleunigen sollte man nicht: schon einem Jet-Piloten zieht es das Gesicht nach hinten.

 
Fluxkompensator und Zeitmaschine sind also eher Fiktion. Wie sieht es denn mit dem schwebenden Skateboard, dem Hoverboard aus?
Das ist bereits Realität. Es gibt zwei Firmen, die zwei unterschiedliche Boards herstellen.  Beide basieren auf Magnetismus. Das eine schwebt über Magnetschienen, die vorher am Boden verlegt werden müssen. Das ganze funktioniert mit Supraleitern, auf der Basis des Meißner-Ochsenfeld-Effekts. Das zweite Board baut das Magnetfeld über einen Akku auf, auch im Boden selbst. Der muss nur metallisch sein. So kann es ohne Schienen aber dafür nur sieben Minuten lang genutzt werden.
Fiktion auf der einen, längst Realität auf der anderen Seite. Wie viel Science-Fiction steckt in dem Film.
An der einen oder anderen Stelle haben wir die Zukunft in dem Film bereits überholt. Faxgeräte, die dort herumstehen, nutzt heute ja kaum noch jemand. Einige der Technologien, wie die Video-Telefonie sind hingegen mittels Facetime oder Skype längst Alltag. Selbstreinigende Materialien (ähnlich wie das staubabweisende Papier) sind dank Lotus-Effekt möglich und moderne Funktionskleidung ist nah dran  an Martys selbsttrocknender Jacke. Wasserfreie Nahrung hat sich glücklicherweise nicht durchgesetzt, wäre aber technisch möglich.

 
Wie verhält es sich mit den fliegenden Autos?
Technisch ist diese Konstruktion vermutlich kein Problem. Der Spritverbrauch aber wäre viel zu hoch. Und man fragt sich: will man das überhaupt?

 
Interview: Britta Bielefeld

Mit Fluxkompensator: Der DeLorean DMC 12 aus dem Film „Zurück in die Zukunft“. Foto: AFP (Zum Vergrößern klicken)

Quelle:

 

Marty McFly (Michael J. Fox, l.) und Doc Brown (Christopher Lloyd) in „Zurück in die Zukunft“. Foto: dpa

Quelle:

 

Nike Mag Schuhe, wie sie Marty McFly getragen hat. Foto: Reuters

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Drei Hoverboards, die Originalrequisiten aus dem Film „Zurück in die Zukunft II“, liegen im EMP-Museum in Seattle (USA). Foto: dpa

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