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Mit dem Motorrad von Cheltenham nach Göttingen

Roadtrip mit Umwegen Mit dem Motorrad von Cheltenham nach Göttingen

Was für ein Trip: Der 79-jährige Christopher Read ist von Cheltenham nach Göttingen gefahren – auf einem rund 60 Jahre alten Motorrad. Grund für seine Reise ist das bevorstehende Cheltenham-Festival, mit dem die Städtepartnerschaft zwischen Göttingen und der englischen Stadt gefeiert wird.

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Christopher Read besucht das Cheltenham-Festival auf zwei Rädern

Quelle: EF

Göttingen/Cheltenham. Seine Ariel aus den Fünfzigerjahren sei nur wenig wartungsintensiv, erzählt Read, als er für eine kleine Instandsetzung in der Garage von Freunden neben seinem Motorrad kniet.

„Für meine Reise nach Göttingen musste ich nur Sprit und Öl nachfüllen – sonst nichts.“ Das ist natürlich ein Fall von British Understatement. Nur zufällig erzählt der ehemalige Ingenieur etwas später, dass er für seine Reise kurzerhand einen neuen Motor zusammengebastelt hat.

Aber das ist für jemanden, der unter anderem die Blickfeldanzeige der Kampfflugzeuge Tornado und Harrier entworfen hat, wahrscheinlich eine Kleinigkeit. Nicht weiter wild sei auch der Umstand, dass der Dynamo der Maschine kurz vor Göttingen den Geist aufgegeben hat.

Read ist gut vernetzt und hat das äußerst schwer zu beschaffene Ersatzteil bei einem Fachhändler in Höxter aufgetrieben. „Das Problem ist nur, dass ich für die Reparatur eine anständige Werkstatt brauche.“ Und die hat er, auch das erzählt er ganz nebenbei, in Bad Pyrmont gefunden.

Das war übrigens nicht der einzige Umweg seiner Reise: Unter anderem hat er in den vergangenen Wochen an Motorradtreffen und Rallyes in Plauen und Kaltenkirchen teilgenommen. „Ich habe wegen meiner Motorrad-Leidenschaft Freunde überall auf der Welt“, sagt Read. Dazu zählen seine Frau und er, die regelmäßig Schüler aus der Region bei sich aufnehmen, auch viele Göttinger.

Wie viele Motorräder er besitzt? „Weiß ich nicht.“ Dann überlegt er kurz. „Wahrscheinlich so um die 20.“ Das Geld dafür verdient er übrigens mit der Reparatur von Sportwagen. „Es ist nichts für mich, im Ruhestand einfach rumzusitzen.“ Zumindest nicht im Sessel. Auf seinem Motorrad geht es nach dem Festival weiter nach Belgien.

Von Jonas Rohde

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