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Mittagstisch auf dem Leineberg gestartet

Stadtteilbüro Mittagstisch auf dem Leineberg gestartet

Im Stadtteilbüro auf dem Leineberg ist ein Mittagstisch-Angebot gestartet. Die ersten Gäste lassen sich die Kräuterpolenta im Stadtteilbüro schon schmecken. 

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Start für den Mittagstisch auf dem Leineberg: Die ersten Gäste lassen es sich schmecken.

Quelle: EF

Der Ansturm hält sich beim Start des Angebots aber noch in Grenzen. Dies hatte Pastor Thomas Harms auch nicht erwartet. Das Projekt brauche eine gewisse Anlaufphase. Harms ist der Koordinator eines zunächst auf drei Jahre angelegten Modellprojekts, bei dem die Nachbarschaftshilfe auf dem Leineberg gestärkt werden soll. Ein Baustein dabei soll auch der Mittagstisch sein, der montags, mittwochs und freitags angeboten wird.

Der Mittagstisch solle keine Armenspeisung sein, sondern ein generationenübergreifender Begegnungstisch, erläutert Harms. Das Essen sei zwar subventioniert, aber nicht kostenlos. Man hoffe auf ältere Menschen als Gäste ebenso wie auf Schüler. Unter anderem kämen auch Leute vorbei, deren Wohnungen derzeit renoviert würden. Das Essen für den Mittagstisch bereite die Bioküche Leinetal.

Kontakte und Engagement

Zu den ersten Gästen des neuen Leineberg-Mittagstisches zählt auch Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck. Der Mittagstisch sei eine Art Gegenentwurf zu Essen auf Rädern, so Schlapeit-Beck. Während dort die Menschen zu Hause beliefert würden, sollten beim Mittagstisch Kontakte ermöglicht werden. 

Das Stadtteilbüro in der Allerstraße 31 befindet in der Einkaufszeile in den ehemaligen Räumen der Sparkasse. Im Stadtteilbüro soll unter anderem auch ein Austausch über ehrenamtliches Engagement ermöglicht werden. 

Außerdem sind verschiedene Beratungsangebote und Veranstaltungen geplant. Das Nachbarschaftshilfe-Modellprojekt mit einem Volumen von 330000 Euro für drei Jahre wird von der Stadt Göttingen, dem evangelisch-lutherischen Kirchenkreis und dem Verein Freie Altenarbeit getragen.

Ein Erzählcafé zu den Anfängen des Leinebergs findet am Dienstag, 9. Juni, um 16 Uhr im Stadtteilbüro, Allerstraße 31, statt. Mit dabei sind Wolfgang Lühmann, ehemaliger Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft und Bewohner der ersten Leineberg-Generation.

Absage an Cap-Markt

Eine Idee für den Leineberg war, dort möglicherweise einen sogenannten Cap-Markt einzurichten. Bei diesem besonderen Einkaufsmarkt arbeiten behinderte und nichtbehinderte Menschen zusammen.  Gerne hätte man einen solchen Markt auf dem Leineberg angesiedelt, so die städtische Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck. Doch daraus wird vorerst nichts.

Denn im Sozialausschuss ist nun ein Gutachten vorgestellt worden, dass das Potenzial für einen solchen Cap-Markt ausloten sollte. Das von den Göttinger Werkstätten in Auftrag gegebene Gutachten beurteilt die Aussichten eines solchen Marktes jedoch negativ. In dem Gebiet mit 2800 Einwohnern bestehe bereits ein Einkaufsmarkt. Die Kaufkraft des Gebietes reiche jedoch nicht aus, um zwei Einkaufsmärkte rentabel zu betreiben. Hinzu komme als Problem die Insellage des Leineberges. Diese mache eine Ausweitung des Einzugsgebiets eines Supermarktes über den Leineberg hinaus kaum möglich, zumal es in Göttingen eine Vielzahl an Einkaufsmöglichkeiten gebe.

Von Jörn Barke

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