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Modellversuch: Anlieger für Bänke zuständig

Anwohner fürchten Lärm Modellversuch: Anlieger für Bänke zuständig

Das hat es in Göttingen noch nicht geben: Statt fest montierter, städtischer und damit öffentlicher Sitzgelegenheiten werden Anlieger in der neu gestalteten Jüdenstraße zwei neue Bänke nachts und an Wochenenden immer wieder wegräumen.

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Modellstraße Jüdenstraße: An der Rückseite der Jacobikirche werden Bänke aufgestellt und abends von Anliegern weggeräumt.

Quelle: Vetter

Göttingen. Noch im Frühsommer hatte die Stadtverwaltung Bedenken gegen diese Idee. Nach mehreren Gesprächen aber sei „jetzt alles gut, wir sind uns einig“, sagte im Bauausschuss des Rates Stadtplaner Burkhard Uhlig. Auch über die Anzahl neuer Fahrradständer gebe es eine Einigung: Künftig könnten zwischen Barfüßerstraße und Ritterplan 82 Räder angeschlossen werden. Bisher gab es nur 58 Fahrradbügel.

Die Fußgängerzone mit Busspur ist inzwischen vollständig erneuert, nur Sitzbänke fehlen noch. Die gab es zwar früher auch nicht, aber die Stadt will diesen Fußgängerzonenbereich als solchen aufwerten. Hinter der Jacobikirche auf dem Fußweg  sollten zunächst drei fest installierte Bänke aufgestellt werden – quer zur Wegführung. Dagegen protestierten überraschend Anlieger. Sie fürchten, dass es im Umfeld der Bänke nachts zu laut wird. Vor diesem Hintergrund schlugen sie vor, mobile Bänke zu verwenden, die sie selbst abends weg räumen würden.

Die Verwaltung lehnte dies zunächst ab. Sie hatte Vorbehalte gegen eine Teilprivatisierung des öffentlichen Raumes. Und die vorgeschlagenen Bänke waren ihr zu instabil. Die jetzt ausgehandelte Lösung: Es wird nur zwei aber dafür sehr stabile Bänke ohne Rückenlehne geben. Sie werden morgens von den Gewerbetreibenden aufgestellt und nach Ladenschluss wieder weggeräumt. An den Wochenenden wird es also ab Sonnabendmittag keine Bänke geben –  der einzige Umstand, der einige Mitglieder des Bauausschusses ein wenig betrübte. Uhlig wertete dieses Modell als Versuch und fügte an: „In einem Jahr schauen wir, wie es klappt.“

Ein Kompromiss sei auch die jetzt vorgesehen Anzahl der Fahrradständer in der umgestalteten Jüdenstraße. Die Anlieger hatten zunächst deutliche weniger Ständer gefordert als geplant. Jetzt wird es an mehrere Stellen kleinere Bügel-Gruppen geben. In der Summe können dann zwischen Barfüßerstraße und Theaterstraße 32 Räder an 16 Bügeln angeschlossen werden. Bis zur Einmündung des Ritterplanes kommen 25 weitere Bügel für 50 Fahrräder dazu.

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