Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Mörder gefasst: Ex-Ehemann legt Geständnis ab

Nach der Tatwaffe wird noch gesucht Mörder gefasst: Ex-Ehemann legt Geständnis ab

Der mutmaßliche Mörder der 46-jährigen Irina B. ist gefasst, sein Komplize ebenso. Der Todesschütze legte gestern vor dem Richter ein Geständnis ab und befindet sich in Untersuchungshaft.

Voriger Artikel
Volkszählung beginnt mit einer Befragung
Nächster Artikel
Mann bewusstlos geprügelt

Massive Polizeikontrollen: Auf der Suche nach den Mördern wurden auch zahlreiche Fahrzeuge gestoppt und kontrolliert.

Quelle: Otten

Sein Freund, der beim Mordanschlag am Holtenser Berg dabei war, dessen Tatbeteiligung aber noch unklar ist und der durch die Aussage des geständigen Todesschützen entlastet wird, wurde unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt.

Damit ist nur 24 Stunden nach dem blutigen Beziehungsdrama in der Europaallee, wo am Mittwochabend eine 46 Jahre alte Frau erschossen wurde, der dringendste Teil polizeilicher Arbeit erledigt. Jetzt folgt für die 30-köpfige Mordkommission „Berg“ die Detailarbeit. Vor allem der Tatablauf und die Beteiligung des 45-jährigen Waldemar W. an der Bluttat Arthur B.s (48) müssen noch rekonstruiert werden.

Für die Polizei, so Kripochef Dirk Pejril, war die schnelle Festnahme ein großer Ermittlungs- und Fahndungserfolg. Tatsächlich war es akribische Kleinarbeit, die letztlich zu etlichen Kontaktadressen führte, an denen sich die gesuchten Täter versteckt halten könnten. Eine davon war eine Wohnung in Grone. Am Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr entdeckten Observationskräfte dort den 48-Jährigen auf offener Straße. Sie nahmen ihn widerstandslos fest. Sofort danach konnte sein Komplize ebenso ohne Gegenwehr in einer Wohnung festgesetzt werden. Beide Gesuchten waren alkoholisiert.

Gestern wurden sie dem Haftrichter vorgeführt. Der erließ Haftbefehl wegen Mordes aus niederen Beweggründen gegen den Ex-Ehemann des Opfers. Der Arbeitslose hatte ein Geständnis abgelegt. Dabei entlastete er seinen Freund, was für diesen dazu führte, dass er wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Mittäterschaft kommt nach bisherigen Erkenntnissen für ihn nicht in Betracht.

Den ganzen Tag über suchte die Polizei am Freitag nach der Tatwaffe, die Arthur B. während der Flucht weggeworfen haben will. Bisher ohne Erfolg.
Schon am Donnerstagmittag hatte die Polizei kurzfristig geglaubt, die Gesuchten festgenommen zu haben. Ausgerechnet direkt vor dem Polizeipräsidium Groner Landstraße wurde an der Einmündung Königsallee der Wagen eines der Gesuchten entdeckt. Spezialkräfte stoppten ihn und setzten die drei Insassen fest. Sie erwiesen sich aber nicht als die Verdächtigen, sondern als Bekannte, die das gesuchte Auto nutzten.

Für das Opfer des Mordes, die 46 Jahre alte kinderlose Irina B., wird am Sonntag (11 Uhr) im Gottesdienst der Bethlehemgemeinde gebetet.

Die Kommentarfunktion wurde von der Redaktion deaktiviert.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Vor Fahrstuhl aufgelauert

Das Opfer war in der Anonymität der Hochhaussiedlung kaum bekannt. Den mutmaßlichen Täter kennen viele. Er gilt als brutaler Schläger, der seine Ex-Ehefrau Irina B. (46) schon mehrfach verprügelte und der gar Hausverbot hat, weil er eine alte Frau geschlagen habe. Jetzt ist er offenbar zum Mörder geworden.

mehr
Bilder der Woche vom 16. bis 22. September 2017