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Mörder muss in Psychiatrie Moringen bleiben

Allmachtsfantasien Mörder muss in Psychiatrie Moringen bleiben

Der 21 Jahre alte Psychiatriepatient aus dem Maßregelvollzug Moringen, der am 13. Dezember 2011 versucht hat, einen Mitpatienten durch Würgen zu töten, ist vom Landgericht Göttingen ein zweites Mal in der Psychiatrie untergebracht worden. Weil er wegen seiner Erkrankung nicht schuldfähig ist, sprach das Gericht keine Strafe, sondern allein die Unterbringung aus.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Moringen/Göttingen. Denn: „Wir müssen Sie vor sich selbst schützen“, sagte der Vorsitzende der Jugendkammer, Michael Kalde. Der Beschuldigte aus Wolfsburg ist ein verurteilter Mörder. Er lebt wegen einer schweren schizoiden Persönlichkeitsstörung seit 2008 in Moringen. Dort hatte ihn das Landgericht Braunschweig untergebracht, weil er im Sommer 2008 in einem Mietshaus im Wolfsburger Stadtteil Dettmerode eine Nachbarin heimtückisch mit einem Messer erstochen hatte.

Bei Fußballspiel gefoult

Doch auch die Therapeuten des Maßregelvollzugszentrums hatten keinen Zugang zu dem Einzelgänger gefunden. Am 13. Dezember hatte er schon bei einem Fußballspiel das spätere Opfer, einen Mitpatienten, vielfach gefoult. Am Abend gab es dann ein Abschiedsessen für einen Pflegeschüler, bei dem das Opfer fotografierte. Obwohl der 21-Jährige mit seinem korrekten Spitznamen angesprochen worden war, will er ein beleidigendes „Stinki“ verstanden haben, worauf er „wie ein Blitz aus heiterem Himmel“ (Kalde) das Opfer angefallen und es mit großer Gewalt gewürgt habe, um es zu töten.

Allmachts- und Gewaltfantasie

Er habe dabei „Allmachts- und Gewaltfantasien ausgelebt“, sagte de Richter. Das alles sei mindestens mit bedingtem Tötungsvorsatz geschehen, „wie ein Programm abgelaufen“, und es sei jederzeit wieder zu erwarten. Deshalb bleibe der Beschuldigte eine Gefahr für die Allgemeinheit und müsse dauerhaft in der Psychiatrie bleiben.

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Gewaltfantasien

Er ist ein Mörder, und er ist krank. Beinahe hätte er im Landeskrankenhaus Moringen einen weiteren Menschen umgebracht. Jetzt steht der Wolfsburger, der 2008 in seiner Heimatstadt eine Nachbarin heimtückisch mit einem Messerstich in den Hals tötete, erneut wegen versuchten Totschlags vor Gericht.

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