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Monstersuche im Stadtgebiet

Riesenbegeisterung für Pokémon Go in Göttingen Monstersuche im Stadtgebiet

Dank des Smartphone-Spiels „Pokémon Go“ ist der Göttinger Marktplatz über Nacht zu einer umkämpften Arena geworden: Vermutlich hunderte Spieler haben sich schon in Göttingen zu Teams zusammengeschlossen und ringen in der halbvirtuellen Welt um die Vorherrschaft in der Stadt.

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Woran erkennt man die Spieler? „Daran, dass die Leute durch die Stadt laufen und nur noch auf ihr Handy starren“, sagt ein Teilnehmer.

Quelle: R

Göttingen. „Mit Freunden der Beste zu sein, Arenen zu besitzen und verteidigen zu können“ - Dustin Schmidt schwärmt von Pokémon Go, das er als einer von vielen Göttingern auf dem Smartphone spielt. Durch dessen Kamera betrachtet, hat sich beispielsweise der Marktplatz am Gänseliesel in ein Schlachtfeld verwandelt: Putzig animierte Monster (Pokémon) treten gegeneinander an. Die Spieler übernehmen die Regie, lösen bei ihren Pokémons Angriffe und Spezialfähigkeiten aus. Den Siegern winkt die Kontrolle über die Arena - solange wie kein Spieler mit stärkeren Pokémons vorbeikommt.

Denn wie bei der ursprünglichen Gameboy-Variante aus den 2000er Jahren geht es vor allem darum, die kleinen Monster zu fangen und zu trainieren - nur, dass sie im realen Stadtgebiet statt in einer virtuellen Fantasiewelt verteilt sind. „Man muss also zum Spielen raus vor die Tür“, erklärt Tom Schmidt, ebenfalls Spieler. Dabei weist eine Karte von Göttingen auf dem Smartphone den Weg zum nächsten Monster.

„Daran, dass die Leute durch die Stadt laufen und nur noch auf ihr Handy starren“, erkennen sich die Spieler außerdem gegenseitig, erzählt Tom Schmidt lachend - und berichtet von Zufallsbekanntschaften, mit denen er sich dank Pokémon Go eine Stunde lang verquatscht habe.

Die Suche nach den besten Pokémons und Gegenständen, um sie stärker zu machen, nimmt derweil teilweise obskure Ausmaße an: Menschentrauben drängen sich an Hotspots wie dem Nabel, auch manche Friedhöfe haben sich zu beliebten Jagdarealen der Pokémon-Fans entwickelt.

Denn es gibt zig verschiedene Monster, mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Eigenschaften. So lauern beispielsweise am Teich auf dem Stadtfriedhof besonders viele Wasserpokémons, die sich, einmal eingefangen, im Kampf mit Feuerpokémons als nützlich erweisen könnten. Das spielt besonders für die Teams eine Rolle, die um die Herrschaft in den Arenen streiten: Das Richtige Pokémon zum richtigen Zeitpunkt dabei zu haben, ist dann entscheidend.

In Göttingen sind bisher die Teams Rot, Gelb und Blau vertreten, dem Vernehmen nach ist vor allem das Gänseliesel hart umkämpft. Und es wird weitergehen, die Teams bereiten gerade Team-Shirts vor. Am Sonnabend, 16. Juli, ist außerdem eine Pokémon-Nachtwanderung in Göttingen geplant. Auf Facebook haben bislang rund 350 Teilnehmer zugesagt.

Von Christoph Höland

Pokémon Go

Entwickelt von einer Tochter des Internetkonzerns Google, hat sich Pokémon Go innerhalb kürzester Zeit zu einer der beliebtesten Anwendungen auf dem Smartphone entwickelt. Es gilt als sogenanntes „Augmented Reality“-Spiel, bei dem Realität und Virtuelles vermengt werden. In Deutschland ist das Spiel seit Mittwoch verfügbar, vorab kursierten aber schon geknackte Versionen im Internet. Weil bei dem Pokémon Go das Smartphone viel Aufmerksamkeit verlangt, empfehlen die Entwickler dringend, während des Spielens die Umgebung nicht aus dem Blick zu verlieren.

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