Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
"Mr. Trump, bitte denken Sie nach!"

Marktumfrage "Mr. Trump, bitte denken Sie nach!"

Mit viel Skepsis wird der künftige US-Präsident Donald Trump in Deutschland beäugt. Ein Meinungsbild, das sich auch in Göttingen widerspiegelt: Einige Teilnehmer der Marktumfrage reagierten gar mit Entsetzen auf die überraschende Wahl.

Voriger Artikel
Einbrecher stehlen Wertschrank
Nächster Artikel
Keine Maßnahmen geplant
Quelle: Hinzmann (Symbolbild)

Göttingen. Der US-Amerikaner Jason Neitro war schockiert vom Votum seiner Landsleute. An Trump hat der Frisör aus Kalifornien keine Erwartungen, sondern formuliert eine Bitte: "Mr. Trump, bitte denken Sie nach! Sie machen gerade Rassismus, Sexismus und Intoleranz salonfähig."

Sophie-Charlotte Schneider

Quelle: fab

 

Jason Neitro

Quelle: fab

"Ich bin erschüttert", sagt auch Simon Stegner. Der Sohn des stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden Ralf Stegner fürchtet zugleich Auswirkungen auf Europa: "Das Aufkommen von rechtsgerichtetem Populismus besorgt mich. Leere Anschuldigungen und unfundierte, radikale Lösungsvorschläge, die nicht im Einklang mit demokratischen und menschenachtenden Werten stehen, halte ich nicht für passende Antworten auf die Probleme unserer Zeit."

 

Ebenfalls verunsichert äußert sich die 22-jährige Sophie-Charlotte Schneider. "Dass die Mehrheit einer so großen Nation eine solche Entscheidung trifft, beunruhigt mich. Ich hoffe sehr, dass es letztlich nur halb so schlimm kommt wie momentan angenommen." Ihrer Medizin-Kommilitonin Clara Vollmer hat die Wahl Trumps gar die Sprache verschlagen. "Leider lernen die Menschen nie dazu", bemerkt sie kopfschüttelnd.

Florian Schmidt

Quelle: fab

  

Laurynas Vaicekauskas

Quelle: fab

 

Doch es gibt auch weniger pessimistische Stimmen. "Als Mensch lehne ich Trump ab, politisch sollte man ihm aber eine Chance geben. In seinem Stab dürften sich erfahrene Politiker wiederfinden, die schon länger mit Europa zusammenarbeiten und sein Handeln beeinflussen werden. Viele der Wahlkampfaussagen hat er nur getroffen, um Wähler zu gewinnen. Umsetzbar sind die wenigsten. Daher glaube ich nicht, dass sich etwas Gravierendes ändern wird und blicke mit großem Interesse auf eine spannende und polarisierende Präsidentschaft", erklärt Florian Schmidt. 

Eine Sorge der Europäer gilt dem Baltikum, da Trump angekündigt hatte, den baltischen Staaten bei einem möglichen russischen Angriff nur beizustehen, wenn sie zuvor ihre Verpflichtungen erfüllt hätten. Kein Grund zur Panik meint jedoch der in Göttingen lebende Litauer Laurynas Vaicekauskas. "Dass Russland dort Interessen verfolgt, stimmt nicht, das ist westliche Propaganda. Die Russen positionieren ihre Truppen lediglich dort, weil die USA und die NATO von Westen her immer näher kommen. Wenn sich Washington und Moskau unter Trump nun annähern, spricht doch nichts dagegen."

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“