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Müllgebühren bleiben wie gehabt

Politiker loben: „In der Vergangenheit die richtigen Entscheidungen getroffen“ Müllgebühren bleiben wie gehabt

Es bleibt fast alles beim Alten bei den Müllgebühren für die Bürger im bisherigen Landkreis Göttingen: keine Erhöhung, keine Senkung. Nur bei der Entsorgung von Mineralwolle und Altholz wird es im neuen Jahr Veränderungen geben.

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Göttingen. „Das sieht gut aus“, kommentierte Günther Helberg von der Kreisabfallwirtschaft im Umweltausschuss des Kreistages die Eckpunkte zur Gebührenkalkulation 2017. Die soll zwar erst in der kommenden Woche vom Umweltausschuss und Kreistag beschlossen werden, aber die Vorabmeldung begeisterte die Umweltpolitiker schon jetzt. „Das ist immer wieder eine erfreuliche Nachricht“, sagte Thorsten Heinze (SPD). Die erneut stabile Gebührenentwicklung zeige, dass Politik und Verwaltung in den vergangenen Jahren “die richtigen Entscheidungen zur Abfallwirtschaft getroffen haben“. Vor allem für die Bürger sei das „richtig gut“, ergänzte Eckhard Fascher (Linke).

Konkret heißt dass, dass sowohl die Haushaltsgebühr für Verwertungsleistungen als auch die Gebühr für Restabfall und Biomüll unverändert bleibt. Erstgenannte beträgt 32,80 Euro im Jahr. Für eine Restabfalltonne mit 120 Liter Fassungsvermögen und zweiwöchiger Abholung zum Beispiel zahlt darüber hinaus ein Haushalt 130,89 Euro, für eine Komposttonne in gleicher Größe 78,53 Euro.

Wer Mineralwolle in den kreiseigenen Deponien anliefert, muss ab 2017 allerdings 114,40 Euro statt bisher 60 Euro je Tonne bezahlen - bei Kleinmengen eine Mindestgebühr von 5 Euro. Sie können nur mit erhöhtem Aufwand gefahrlos auf den Deponien abgelegt und mit Erde verdeckt werden, erklärte die Verwaltung. Auch die Anlieferung von Altholz an die Deponie Deiderode wird teurer: bei unbehandelten Kleinmengen sind künftig 9 statt 5 Euro zu zahlen. In diesem Jahr erwartete Erlöse waren ausgeblieben. Diese Gebührensätze gelten auch weiterhin nur für Bürger im bisherigen Landkreis Göttingen. Der fusioniert zwar im November mit dem Landkreis Osterode zu einem neuen Großkreis. Die Verwaltung hatte aber bereits erklärt, dass eine „Harmonisierung“ der unterschiedlichen Systeme noch einige Jahre dauern wird. Für Göttinger gilt ein eigenes System - mit eigenen Gebührensätzen.

Der Umweltausschuss tagt am Montag, 17. Oktober, um 15 Uhr im Kreishaus, der Kreistag am Mittwoch, 19. Oktober, ab 15 Uhr im Neuen Rathaus der Stadt Göttingen.

Gute Partnerschaft auch in Müllfragen

Der Landkreis Göttingen hilft der Stadt Göttingen nach einem Großbrand auf der Göttinger Kompostanlage. Bei dem Feuer vor sechs Wochen wurde eine Halle mit der Sortieranlage für Bioabfall zerstört, das Kompostwerk bleibt voraussichtlich ein Jahr geschlossen. Biotonnen werden in der Stadt wie gewohnt abgefahren, kleine Mengen Baum- und Strauchschnitt können Göttingen am Recyclinghof in Grone abgeben. Diese werden in Containern gesammelt und dann zur Deponie des Landkreises in Breitenberg gefahren – und dort kompostiert. „Wir arbeiten schon immer gut mit der Stadt zusammen“, sagte die stellvertretende Pressesprecherin der Kreisverwaltung, Andrea Riedel-Elsner. Allerdings könnten Göttinger ihren Gartenabfall nicht selber und direkt dort anliefern, dafür sein die Anlage nicht ausgelegt. „In Ausnahmefällen und individueller Absprache“ könnten aber Gartenbau- und Landschaftsbetriebe aus Göttingen die Deponie in Breitenberg nutzen.

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