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Müllgebühren steigen

Kreistag Göttingen Müllgebühren steigen

Im Landkreis Göttingen steigen die Müllgebühren, zum Teil erheblich. Entsprechende Satzungen für den Altkreis Göttingen und den ehemaligen Landkreis Osterode hat der Kreistag jetzt in seiner November-Sitzung beschlossen.

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Unschlagbar billig, sofern man nicht erwischt wird: illegal beseitigter Müll.

Quelle: Foto: Pförtner

Göttingen/Osterode. Die Entscheidungen fiel einstimmig aus. Im kommenden Jahr werden die Gebühren für die Leerung der Restabfallbehälter und der Komposttonnen im Altkreis Göttingen damit um 15 Prozent, im ehemaligen Osteroder Kreisgebiet gegenüber 2017 4,8 bis 8,8 Prozent je nach Tonnengröße steigen. Für die Osteröder ist es die zweite deutliche Erhöhung in Folge.

Die Gründe für die Gebührensteigerung: Kosten bei der Abfuhr, Deponie und Weiterverarbeitung sind allgemein gestiegen. Zudem müsse der Landkreis für die Weiterverarbeitung von Altholz mittlerweile viel Geld zahlen – früher habe er das Material gewinnbringend verkaufen können, erklärt die Verwaltung.

Außerdem gibt es für die Gemeinden im Altkreis Göttingen inzwischen keine Überschüsse aus früheren Gebühreneinnahmen mehr, mit denen man Preissteigerungen weiterhin auffangen konnte. Damit ist die Zeit der stabilen oder sogar sinkenden Gebühren erst einmal vorbei.

Zwischen den Müllbeseitigungssystemen in den beiden Altkreisen gibt es einen grundsätzlichen Unterschied: Im Altkreis Göttingen werden Kompostabfälle und Restmüll in getrennten Behältern gesammelt und abgefahren. Dort wird für einen Vierpersonen-Haushalt in der Regel je eine 60-Liter-Tonne vorgesehen. Diese Trennung gibt es im Altkreis Osterode derzeit nicht. Dort landet der gesamte Müll bei vier Personen in nur einer 80-Liter-Tonne.

Vorerst sollen beide Systeme weiter parallel betrieben werden. Erst ab 2019 sollen sie vereinheitlicht, und dann wird es auch im Bereich Osterode das getrennte Sammelsystem mit Grüner Tonne geben. Dass die noch unterschiedlichen Systeme mit ebenfalls unterschiedlichen Kosten-Strukturen erst einmal weiterlaufen, ist auch der Grund für die weiterhin unterschiedlichen Gebührensätze und die unterschiedlichen Satzungen im eigentlich einheitlichen Kreisgebiet.

Von Matthias Heinzel

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