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Kreis Göttingen: Fachwerk-Fünfeck will Weltkulturerbe werden

Gemeinsamer Weg Kreis Göttingen: Fachwerk-Fünfeck will Weltkulturerbe werden

Die fünf Fachwerkstädte Hann. Münden, Duderstadt, Northeim, Einbeck und Osterode bilden zusammen das Fachwerk-Fünfeck. Mündens Bürgermeister Harald Wegener (BFMÜ) gab am Mittwoch beim Treffen der Vertreter der Städtekooperation die Parole aus: „Wir wollen Weltkulturerbe werden.“

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Vertreter des Fachwerk-Fünfecks beim Stadtrundgang in Hann. Münden.

Quelle: Hinzmann

Hann. Münden/Duderstadt. Eine hohe Hürde, das war allen klar. Dennoch wollen sich die fünf Kommunen auf den Weg machen. Als Einzelstädte hätten sie keine Chance, wohl aber als Region mit ihrer typischen, historischen Fachwerkarchitektur, wurde argumentiert.

Auf dem Weg zum Weltkulturerbe hilft das Bundesbauministerium mit dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“, aus dem das Fachwerk-Fünfeck 800 000 Euro erhält. Die fünf Kommunen steuern zusammen 80 000 Euro für ihr Projektziel bei: eine gemeinsame Strategie zur Standort- und Wirtschaftsbelebung der historischen Stadtkerne.

Jetzt besuchten Vertreter der Städtekooperation zusammen mit Bastian Wahler vom Bundesinstitut für Bauforschung die fünf niedersächsischen Städte. Am Dienstag gab es Rundgänge in Einbeck, Northeim und Osterode, am Mittwoch schauten sich die Städtebauexperten in Duderstadt und in Hann. Münden um.

In Duderstadt, so Jürgen Germerott, dortiger stellvertretender Leiter des Fachbereichs Bauen und Fachdienstleiter für Denkmalschutz, wurden der Delegation unter anderem die Befestigungssysteme der Stadt vorgestellt. Beim Rundgang waren neben Stadtmauer und Westertorturm mit Schützenmuseum auch das Seniorenheim am Park, die „Kellerlandschaft“ des Hotels zum Löwen und das Quartier Scharrenstraße Stationen.

Kooperationsvereinbarung zum Fachwerk-Fünfeck

In Hann. Münden stellte Mitorganisator des Festivals „Denkmalkunst – Kunstdenkmal“ und Mitinitiator der Bürgergenossenschaft, Bernd Demandt, das Sanierungsprojekt Speckstraße im Rahmen des Denkmalkunstfestivals vor. Daraus habe sich ein „großartiges bürgerschaftliches Engagement“ entwickelt.

Die Mündener zeigten wieder Interesse an ihrer Stadt, und das Denkmalkunstfestival habe inzwischen sogar Nachahmer in Witzenhausen, so Demandt weiter. Er regte an, Denkmalkunst in allen Fachwerk-Fünfeck-Städten zu etablieren, um auch dort die Wertschätzung der Menschen für die Denkmäler ihrer Stadt zu erhöhen.

Als nächstes soll die Stelle eines Fachwerkmanagers ausgeschrieben und von einer Arbeitsgemeinschaft der fünf Kommunen ein Fahrplan erarbeitet werden. Zuvor aber werden die Bürgermeister Mündens, Duderstadts, Einbecks, Northeims und Osterodes noch eine entsprechende Kooperationsvereinbarung zum Fachwerk-Fünfeck unterzeichnen.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016