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Münden braucht Fremdenverkehrsabgabe

Bürgermeister und Tourismuschefin wollen Einführung Münden braucht Fremdenverkehrsabgabe

Will die Stadt Hann. Münden im touristischen Wettbewerb mithalten, muss sie investieren. Das hat Tourismus-Chefin Antje Jahn gerade erst wieder betont. Auch Bürgermeister Harald Wegener (BFMÜ) sieht das so. Deshalb drängen beide auf ein Tourismuskonzept und die Einführung einer Fremdenverkehrsabgabe.

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Quelle: EF

Hann. Münden. Das Thema Fremdenverkehrsabgabe wird in Münden nicht zum ersten Mal diskutiert. Ein erster Anlauf vor einigen Jahren scheiterte am politischen Willen, erinnert Wegener. „Damals wurde versäumt, den Nutzen einer solchen Abgabe zu definieren,“ sagt er. Inzwischen ist das Thema wieder auf dem Tisch und,  deutet man die Ausführungen Jahns, Geschäftsführerin des Vereins Touristik Naturpark Münden, während der jüngsten Sitzung des Tourismusausschusses richtig, notwendiger denn je. Die Wettbewerber punkten mit attraktiveren Angeboten um die Gunst der Gäste, während Hann. Münden Marktanteile verliert.

 
Mittelkürzungen, wie sie im Rahmen der Haushaltskonsolidierung ab 2017 vorgesehen sind, könne der Touristikverein nicht weiter verkraften, „Einen besseren Selbstmord kann man nicht begehen“, hatte sie klar gemacht. Aber, so eine Empfehlung des Ausschusses vom Juni, die Fremdenverkehrsabgabe soll eingeführt und für die finanzielle Ausstattung von Tourismus und Stadtmarketing unter einem Dach sorgen.

 
Wichtig sei, so betonten die Kommunalpolitiker in ihrer jüngsten Sitzung, dass es nachvollziehbare Kriterien zur Berechnung der Abgabe gebe, und die Akteure mitentscheiden könnten, wofür das Geld verwendet wird. Wegener betont, dass die Mittel aus der Fremdenverkehrsabgabe nicht dafür da seien, um Haushaltslöcher zu stopfen, sondern dass das Geld zweckgebunden eingesetzt werden solle. Es solle Transparenz geschaffen und der Nutzen klar herausgestellt werden. Die künftigen Beitragszahler, touristische Leistungsanbieter ebenso wie andere Branchen und Bereiche, sollen informiert werden. Mittel aus der Fremdenverkehrsabgabe könnten nach Ansicht Wegeners zum Beispiel in eine zeitgemäße Touristinformation verwendet werden. Derzeit sei man auf der Suche nach geeigneten Räumen möglichst in „1-a-Lage“, um Tourisinfo und Stadtmarketing anzusiedeln. Denkbar sei auch, dass sich etwa die Versorgungsbetriebe mit einem Beratungszentrum anschließen.

 
Wegener und Jahn sind sich darüber hinaus einig, dass Hann. Münden ein Tourismuskonzept brauche, das aufzeige, wo mittel- und langfristig Handlungsbedarf besteht. Laut Jahn könne ein solches Konzept Ideen aufzeigen, wo die Stadt Akzente setzen könnte, um ihre Attraktivität zu steigern.

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