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„Münden braucht ein Einzelhandelskonzept“

Diskussion „Münden braucht ein Einzelhandelskonzept“

Die Drei-Flüsse-Stadt steht vor großen Herausforderungen, insbesondere der Handel. Das wissen die Mitglieder der Mündener Gilde ebenso wie die Gäste ihrer jüngsten Versammlung: Martin Rudolph, Geschäftsführer der IHK Hannover, Geschäfststelle Göttingen, und Mündens Bürgermeister Harald Wegener (BFMü).

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Quelle: Archivfoto

Hann. Münden. Was zu tun ist, darüber ist im Verlauf des Abends engagiert diskutiert worden. Rudolph erinnerte an eine Studie, die die IHK 2006 zum Thema Mittelzentren in Auftrag gegeben hatte. Vieles daraus, sei nach wie vor aktuell, was bedeute, dass sich seither nicht viel getan habe. Rudolph nannte Beispiele. Nach wie vor fehle der Stadt ein Magnetbetrieb, und auch das Thema Leerstände sei noch immer aktuell. Das Risiko, so Rudolph, sei, dass eine gewisse Resignation eintrete und den Ort nach unten ziehe. „Das muss aktiv bekämpft werden“, riet er. Die Stadt sollte mit Blick auf eine mögliche Ansiedlung eines „Kundenmagneten“ potenziellen Investoren „einen positiven Eindruck vermitteln“.

Bereits 2006 sei auch festgestellt worden, dass Münden größere zusammenhängende Verkaufsflächen benötige, so Rudolph. Dem Handel empfahl er, „Eigenschau“ zu halten, was man mehr tun könne. Auch das Thema innenstadtnahe Parkplätze seien sehr wichtig. Es müsse ebenso über eine Verkleinerung der Fußgängerzone nachgedacht werden. Bad Lauterberg habe beispielsweise mit Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone gute Erfahrungen gemacht. Rudolph empfahl dringend, ein Einzelhandelskonezpt zu erstellen. Das biete Verlässlichkeit für Investoren.

Auf einige von Rudolph genannten Punkte ging Bürgermeister Wegener ein. Er gab sich zuversichtlich, dass etwa bei Industriebrachen „etwas passiert“. Ein erneutes Gutachten lehnt Wegener ab. Es sei bereits viel Geld für Gutachten ausgegeben worden, die in Schubladen ihr Dasein fristeten. Umgesetzt worden sei davon jedoch nichts. Vielmehr müsse einmal irgendwann mit kleinen Schritten angefangen werden. Es gebe bereits Überlegungen, was die Vergrößerung der Verkaufsflächen durch Zusammenlegung angehe, kündigte Wegener an. Und um die 1350 Parkplätze in Münden besser zu bewirtschaften oder auszuschildern, so der Bürgermeister weiter, müsse man gegebenenfalls Geld in die Hand nehmen.

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