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Mündener Geschichtsvereine kritisieren SPD

Gefahr für Archiv, Museum und Bücherei Mündener Geschichtsvereine kritisieren SPD

Die geplante Halbierung der Ausgaben für Archiv, Museum und Bücherei in Hann. Münden gefährdet die Einrichtungen im Bestand. Davor warnen die Vorsitzenden der Geschichtsvereine, Wulf Richter (Sydekum), Julia Bytom (Erinnerung und Mahnung) sowie Karin Gille-Linne (Arbeitergeschichtsverein). Die Mehrheitsfraktion im Stadtrat, die SPD, will im Zuge der Haushaltskonsolidierung die Ausgaben von 300 000 auf 150 000 Euro verringern.

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Museum Hann. Münden (Römer-Ausstellung 2009).

Quelle: Pförtner/Archiv

Hann. Münden. Schon heute wird das Archiv vom Personalratsvorsitzenden der Stadtverwaltung nebenher geführt, argumentieren die Vorsitzenden. Die seit Jahren geringe Sachausstattung habe dazu geführt, dass wichtige Bestände gefährdet seien. Die Vereine zitieren das niedersächsische Archivgesetz, wonach Kommunen ihr Archivgut sichern und für wissenschaftliche Zwecke zugänglich machen müssen.

 
Im Museum sollen nach Meinung der Vereine die 25 Wochenstunden für die Leitung erhalten bleiben. Anderenfalls sei der gesamte Betrieb gefährdet. Zu diesem gehörten neben den publikumswirksamen Dauer- und Sonderausstellungen auch das Sammeln, Bewahren und Forschen. Dieses bleibe Außenstehenden in der Regel verborgen.

 
Eine Bestandsaufnahme und eine teilweise Neuausrichtung halten die Vereine bei der Bücherei für notwendig. Mit den Umwälzungen bei der Mediennutzung änderten sich die Erwartungen der Bürger. Die Sprach- und Lesefähigkeit nehme ab. Um darauf mit neuen Konzepten zu reagieren, sei das Umfeld zu analysieren und die Aufgaben neu zu bestimmen. Einer der künftigen Schwerpunkte: Angebote im Bereich der Sprach- und Lesefähigkeit für Kinder, die jünger als fünf Jahre seien. Das lasse sich aber nicht mit „den geplanten massiven Kürzungen“ erreichen.

 
Die Vorsitzenden appellieren an die Stadtverwaltung, gemeinsam mit ihnen weiterhin an der Aufarbeitung der Nazi-Diktatur mitzuwirken. Dazu habe sich der Stadtrat 2012 bekannt. Die Vereine hätten dafür 12 000 Euro zur Verfügung gestellt.

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