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Mündener Grüne wollen Trinkwasserbrunnen am Rathaus

Ausschuss diskutiert Vorschlag Mündener Grüne wollen Trinkwasserbrunnen am Rathaus

Wasser spielt in der Stadt Hann. Münden eine wesentliche Rolle – nicht nur wegen der drei Flüsse Werra, Fulda und Weser. In der Vergangenheit hat es in der Stadt mehr als 60 Brunnen gegeben. Einer davon war der sogenannte Hochzeitsbrunnen an der Südseite des historischen Rathauses. Und etwa an dieser Stelle soll es nach dem Willen des Grünen-Ortsverbandes wieder frisches Trinkwasser geben – aus einem neuen, öffentlichen Trinkwasserbrunnen.

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Die Grünen wollen am Mündener Rathaus einen Trinkwasserbrunnen anlegen lassen.

Quelle: Hinzmann/Archiv

Hann. Münden. Über die Idee wird der Stadtentwicklungsausschuss in seiner Sitzung am Montag, 16. März, beraten. Die Sitzung beginnt um 15 Uhr im Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes, Böttcherstraße 3.

Die Idee, Bürgern und Gästen der Stadt an einem Brunnen frisches Trinkwasser anzubieten, wäre laut Grünen-Antrag „ein Alleinstellungsmerkmal in unserer Region“. Die Menschen könnten sich per Knopfdruck aus einem senkrecht von oben nach unten fließenden Wasserstrahl erfrischen oder ihre Trinkflaschen auffüllen, was aus Sicht der Grünen auch ein Stück Willkommenskultur für die Gäste der Stadt wäre. Der Brunnen könnte darüber hinaus auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, denn bei einer Ausschüttung von etwa 20 Kubikmetern pro Jahr – bei einer Betriebszeit von April bis Oktober – könnten 1,5 Tonnen Plastikmüll vermieden werden, rechnet Hartmut Teichmann vom Grünen-Vorstand vor.

Pro Knopfdruck sollen etwa 0,3 Liter heraussprudeln. Und da das Wasser von oben kommen soll, ließen sich Hygienemängel vermeiden, sagt Teichmenn. Darüber hinaus sollen regelmäßige Spülinterwalle Keime vermeiden helfen.

Die Mündener Grünen hatten bezüglich der möglichen Gestaltung eines Trinkwasserbrunnens Kontakt zur Kunsthochschule in Kassel aufgenommen. Die angehenden Produktdesigner Fabian Riedl und Pascal Heußner begeisterten sich für die Idee und haben einen schlichten wie markanten Entwurf vorgelegt. Es handelt sich um eine aus hochwertigem Edelstahl gefertigte Konstruktion in Form einer klassischen Wasserflasche. Damit werde schon von weitem signalisiert, dass es hier Trinkwasser gibt. Riedl und Heußner werden dem Gremium am Montag ein 1:1-Modell zeigen.

Mit Angaben zu möglichen Kosten eines solchen Trinkwasserbrunnens hält sich Teichmann noch zurück. Weil das Projekt für die Stadt möglichst kostenneutral sein soll, sollen Sponsoren den Brunnen finanzieren.

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