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Mündener Touristik-Verein sieht Windradflächen als Gefahr

Reinhardswald Mündener Touristik-Verein sieht Windradflächen als Gefahr

Nach der Offenlegung des Teilregionalplans Energie für Nordhessen durch das Regierungspräsidium Kassel hat jetzt der Verein Touristik Naturpark Münden seine Stellungnahme abgegeben. Die vorgesehene Vorrangfläche im Reinhardswald, in unmittelbarer Nähe der historischen Fachwerkstadt, „gefährdet den Tourismus in Hann. Münden“, schreibt Antje Jahn, Geschäftsführerin des Touristikvereins.

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Quelle: Kunze (Symbolbild)

Hann. Münden. „Leider sind touristische und vor allem kulturelle Aspekte bei der Planung von Windkraftstandorten momentan keine Ausschlusskriterien“, so Jahn. „Die Realisierung von Windrädern an der Tillyschanze gefährdet aber die kulturelle Identität Hann. Mündens als Flächendenkmal und die touristische Wertschöpfung.“ In der fünfseitigen Stellungnahme bezeichnet es Jahn unter anderem als „unverantwortlich, die seit Jahren positive Tourismusentwicklung durch Vorrangflächen“ zu gefährden. Eine Ausweisung von Windkraftvorrangflächen an dieser Stelle sei zudem „in hohem Maße kontraproduktiv“ – auch für die Tourismusentwicklung auf hessischer Seite, etwa mit dem Tierpark Sababurg und dem Dornröschenschloss Sababurg, argumentiert Jahn und belegt das mit dem 2014 vom Landkreis Göttingen in Auftrag gegebenen Tourismusgutachten.

 
Windkraftanlagen würden darüber hinaus einen naturnahen und nachhaltigen Tourismus schädigen. Das Fluss-Erlebnis oberhalb des Zusammenflusses von Werra und Fulda zur Weser werde beeinträchtigt. Außerdem sei das Aufstellen von Windkraftanlagen am Startpunkt des länderübergreifenden Fernwanderweges Weserbergland-Weg „imageschädigend“. Schließlich würden auch der Imagewert der Stadt Hann. Münden geschädigt und der Denkmalschutzstatus der Fachwerk-Altstadt beeinträchtigt. be

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