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Mündens Bürgermeister Klaus Burhenne (CDU) tritt ab

Der Wille zur Macht Mündens Bürgermeister Klaus Burhenne (CDU) tritt ab

Mit einem Paukenschlag wurde Klaus Burhenne (CDU) 2001 erster hauptamtlicher Bürgermeister von Hann. Münden: Er beendete die jahrzehntelange SPD-Alleinherrschaft in Münden und siegte bei der ersten direkten Wahl des Stadtoberhaupts gegen den amtierenden Stadtdirektor Klaus-Peter Lütcke (SPD).

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Will erst einmal ein halbes Jahr gar nichts machen: Mündens Bürgermeister Klaus Burhenne (CDU) setzt einen klaren Schnitt.

Quelle: Heller

Hann. Münden. Die Amts-übergabe im Rathaus hat Burhenne als eher frostig in Erinnerung. Nun gibt der 62-Jährige nach 13 Jahren sein Amt selbst ab, nachdem er nicht noch einmal zur Wahl angetreten ist. Mit seinem Nachfolger Harald Wegener, dem gemeinsamen Kandidaten von CDU und Bürgerforum, pflegt Burhenne nach eigener Aussage eine andere Form der Übergabe. Schon vor der offiziellen Amtsübergabe sei Wegener in Termine und Gespräche eingebunden, sagt Burhenne.

2008 hat er sein Amt spektakulär gegen Heinrich Schminke (SPD) verteidigt. Mit gerade einmal acht Stimmen Vorsprung siegte er im Rennen um den Bürgermeister-Posten. „Es geht nicht nach Schönheit, sondern nach dem Willen“, meint Burhenne, und den Willen habe er gehabt.

Jetzt setzt er aber auch einen klaren Schnitt. Nach dem Ende der Amtszeit Ende Oktober will er erst einmal ein halbes Jahr gar nichts machen. Auch aus anderen Funktionen wie etwa beim Deutschen und Niedersächsischen Städtetag scheidet der verheiratete Vater zweier erwachsener Kinder aus.

Der gebürtige Hedemündener und gelernte Kfz-Schlosser hatte nach seinem Wehrdienst bei der Bundesmarine die Deutsche Angestellten-Akademie mit der Abschlussprüfung Wirtschaftsorganisator absolviert. Berufliche Stationen unter anderem in einem Autohaus und bei der CDU-Bundesgeschäftsstelle folgten, ehe er 1991 Landrat des Landkreises Eisleben in Sachsen-Anhalt wurde und danach von 1994 bis 2001 als Berater in der Wirtschaft tätig war, ehe er zur Wahl in Münden antrat.

Unterhaltungsstau in Höhe von elf Millionen Euro

Beim Rückblick auf seine 13-jährige Amtszeit hebt er hervor, dass Münden wirtschaftlich ein ganzes Stück nach vorne gekommen sei. Es gebe einen guten Branchenmix, die Stadt sei für die Zukunft gut aufgestellt. Im neuen Gewerbegebiet in Hedemünden seien 400 Arbeitsplätze entstanden.

Im Rahmen der schwierigen Haushaltslage sei viel geschafft worden, aber ohne Hilfe von außen werde die Stadt nicht aus der Schuldenfalle herauskommen, meint Burhenne. Allein im Rathaus gebe es einen Unterhaltungsstau in Höhe von elf Millionen Euro. Im Bereich der Verwaltung seien Personal abgebaut und Synergien genutzt worden, ohne dass städtische Einrichtungen geschlossen worden seien, betont Burhenne.

Zugleich lobt er seine „sehr gute, sehr leistungsfähige Verwaltung“. Nur mit einem guten Zeitmanagement seien die vielen Bürgermeister-Aufgaben zu bewältigen, meint Burhenne, der seinem Nachfolger „immer eine handbreit Wasser unterm Kiel und gute Entscheidungen für die Stadt“ wünscht.

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