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Musikalische Andacht in Göttinger Universitätskirche

„Lass deine Worte wenig sein“ Musikalische Andacht in Göttinger Universitätskirche

Eine musikalische Andacht ohne Worte haben Göttinger Theologiestudierende in der Universitätskirche St. Nikolai angekündigt. „Wurzel von Wort“, lautet das Motto der Feier, die zu den 20 Auftaktveranstaltungen des Modellprojekts „Vision Kirchenmusik“ gehört.

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Das musikalische Spektrum reicht in der Andacht von Gregorianik bis Gospel.

Quelle: Vetter

Göttingen. Doch die jungen Christen wären wohl keine Lutheraner, wenn sie nur auf Klänge oder gar Stille vertrauen würden. So ist das Wort ständig präsent, wenn auch nicht in gesprochener Form.

Das fängt bei den Programmzetteln an, die jedem der 30 Gottesdienstbesucher zusammen mit einem Teelicht in die Hand gedrückt werden. Es setzt sich an den Wänden des Gotteshauses fort, die eigens mit Bibelversen geschmückt sind. „Lass deine Worte wenig sein“, heißt es da, und: „Sei still vor dem Herren und harre auf ihn.“ Und kaum hat die Andacht mit einem Handyklingeln und Vogelgezwitscher begonnen, da erscheinen bereits die ersten Sätze auf einer Leinwand vorne beim Altar.

Zu hören gibt es Musik von Gregorianik bis Gospel. Bernd Eberhardt spielt Orgel, Deborah Schneider Querflöte, Thomas Faelligen Klavier. Ein Blechbläserensemble tritt auf. Zum gesungenen Vater Unser stellen sich die Studierenden in einem großen Kreis rund um die Sitzbänke. Die Zwölftklässlerin Fabrina Rauch, die Jüngste im vierköpfigen Vorbereitungsteam, setzt alles vorne am Altar in Gebärden um. Anstelle gesprochener Fürbitten entzünden die Teilnehmer Teelichter, die sie im Chorraum abstellen.

Initiiert worden ist die Andacht von den Organisatoren des Modellprojekts in Hildesheim. Sie sprachen die Theologiestudentin Sarah Hilmer an, die im evangelischen Michaeliskloster in der Domstadt ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolviert hat. Hilmer suchte sich neben Rauch noch zwei weitere Mitstreiter: Benedikt Jetter und Jonas Trodler.

Das Modellprojekt der Landeskirche Hannover will sakrale Musik der breiten Öffentlichkeit und neuen Zielgruppen zugänglich machen. Das Programm umfasst Forschung und künstlerische Praxis, Fortbildungen und Netzwerkarbeit.

Von Michael Caspar

Weitere Infos im Netz unter visionkirchenmusik.de
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