Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Mutanten im Göttinger Botanischen Garten

„Monstren, Mumien und Mutationen“ Mutanten im Göttinger Botanischen Garten

Wie schön „Monstren, Mumien und Mutationen...“ sein können, hat Michael Schwerdtfeger in der so benannten Führung am Donnerstag gezeigt. Im Vordergrund der Tour durch den Göttinger Botanischen Garten standen die Pflanzen, die nicht natürlich entstanden sind. Es ging um Sorten, die der Mensch mittels Mutationen erschaffen hat.

Voriger Artikel
„Göttinger Koffer“ in den Katakomben
Nächster Artikel
Windkraft-Investor EEV verlässt Göttingen

M. Schwerdtfeger erklärt.

Quelle: bl

Göttingen. Die „Mumien, Monstren, Mutationen“ der NDR-Reihe „Das Gruselkabinett“ gab es freilich nicht zu sehen, dafür aber „die hässlichste Rose der Welt“, wie Schwerdtfeger sie scherzhaft titulierte. Die Rosa Viridiflora hat statt Staubblätter Laubblätter. Gebannt folgten die 30 Besucher dem Experten durch das Blumenkabinett. Mit einer lebendigen Erzählweise berichtete er von diversen mutierten Eichen und Ginkobäumen, die im Botanischen Garten wachsen. Viele der genetisch manipulierten Gewächse seien bereits vor hunderten von Jahren von Menschen gezüchtet worden, erläutert Schwerdtfeger. Bei seinen Ausführungen scheut er sich auch nicht, über den einen oder anderen Busch zu springen. Mit viel Enthusiasmus dozierte er vor der Rose Trigintipetala: „Es ist gerade die Rosenblüh-Zeit, also nehmen Sie einen vollen Zug mit dem ganzen Lungenvolumen.“ Die Rosensorte wird hauptsächlich für Parfüm angebaut.

 
Für die Göttinger gab es viel zu schnuppern und Blätter zu betasten, da Schwerdtfeger das Thema sprichwörtlich begreifbar machte. So bekamen sie am Ende auch ein paar Samen von einem Farn. Das kuriose an dem Farn war nicht unbedingt, dass er geschlechtslos gezüchtet wurde und sich trotzdem vermehrt. Sondern eher, das es in den Läden fast nur die Mutationen gibt. Ein Produkt, dass Briten in einem „Farnfieber“ 1850 ersonnen hatten. bl

Foto: Lorenz

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016