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Wilke kündigt wöchentliche NPD-Kundgebungen an

Demonstrationen am Bahnhof in Göttingen Wilke kündigt wöchentliche NPD-Kundgebungen an

Die NPD hat ihre Kundgebung vor dem Göttinger Bahnhof beendet. Auf goettinger-tageblatt.de können Sie den Verlauf der Ereignisse vom Sonnabend noch einmal im Liveblog nachlesen.

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Demonstration gegen die NPD-Kundgebung in Göttingen

Quelle: CH

Damit beenden wir die Live-Berichterstattung von der NPD-Kundgebung und der Gegendemonstration in Göttingen. Eine Zusammenfassung finden Sie hier, weitere Informationen zur geplanten Demonstration in Adelebsen hier.

13.30 Uhr: Noch einmal gellendes Pfeifkonzert, als die Rechtsradikalen den Platz verlassen.  Ein vielfaches "Haut ab!" begleitet sie. ck

13.30 Uhr: Die NPD-Kundgebung ist offiziell beendet, die Teilnehmer packen ein. us

13.30 Uhr: Die Rechten beenden ihre Reden und singen alle drei Strophen der Nationalhymne. Sie wollen jetzt Richtung Adelebsen abziehen. us

13.18 Uhr: Wegen der NPD-Kundgebung und der Gegendemonstration kommt es rund um den Bahnhof noch immer zu Verkehrsbehinderungen. Die Berliner Straße ist zwischen Godehardstraße und Groner Tor noch gesperrt. Die Polizei regelt den Verkehr. ch

13 Uhr: Mario Messerschmidt aus Adelebsen vom Bundesvorstand "Die Rechte" übernimmt den verbalaggressiven Redepart und provoziert die Gegendemonstranten - aber niemand kann ihn hören. us

13 Uhr: Die Gegendemonstranten zeigen den Rechten einen riesigen Gartenzwerg mit Stinkefinger. ck

12.50 Uhr: Die ersten Zelte werden abgebaut. Mit Pfeifen, Tröten und einer nervtötenden Glocke übertönen die Gegendemonstranten die wenigen Fetzen der rechten Hassreden, die herüberwehen. ck

12.49 Uhr: Die Polizei verbannt die NPD in rechte Ecke ... des Platzes. Der stellvertretende Vorsitzende der NPD Niedersachsen, Ingo Helge, wirbt für die Kommunalwahl. Matthias Fiedler kündigt ein Lehrstück in Demokratiekunde gegen die Polizei an. us

12.30 Uhr: Jens Wilke kündigt in einer Wutrede gegen den Chor der Demonstranten wöchentliche Kundgebungen in Göttingen an. Thorsten Heise polemisiert in einer Hetzrede gegen die Stadtverwaltung, Professoren und bezeichnet die Antifa Göttingen mit kruder Erklärung als Faschisten. Ingo Helge vom NPD Landesverband redet jetzt noch, er wirbt für die NPD in Kommunalgremien. us

12.28 Uhr: Reaktion mit Pfeifkonzert. ck

12.22 Uhr: Heise redet erstmals seit Jahren. us

12.15 Uhr: Jetzt auch Entspannung vor der Post. Helme ab, Demonstranten friedlich. Wer zur Toilette muss, wird auf die Dixie-Klos unter der Pergola verwiesen. ck

12.15 Uhr: Wilke fordert die Polizeiführung per Mikro zu einem persönlichen Gespräch auf, die bleibt fern. Wilke redet. us

12.10 Uhr: Äußerst entspannte Atmosphäre auf dem Bahnhofsvorplatz. Gitarrist Raphael Tramontana beginnt zu spielen. Moderatorin Agnieszka Zimowska vom DGB ruft dazu auf, den Platz besetzt zu halten, bis die Rechten weg sind. Nur vor der Post stehen noch immer einige Linke Polizisten mit Einsatzausrüstung gegenüber, ohne dass es zu Zwischenfällen gekommen ist. ck

11.55 Uhr: Bisher keine Redebeiträge auf NPD-Seite. Sie fordert, sich vor dem Bahnhof auf genehmigtem Platz versammeln zu können - die Polizei lehnt ab. Begründung: faktische Unmöglichkeit durch Gegendemo. Polizei setzt auf Deeskalation im Kontakt mit Demobündnis. us

11.50 Uhr: Zur Toilette gehen, Kaffee holen - für Demoteilnehmer verboten. Immer wieder Debatten an der Eingangstor zum Bahnhof. ck

11.45 Uhr: Die Polizei hat den Zugang zum Bahnhof gelockert. Nur offensichtliche Demoteilnehmer werden abgewiesen. ck

11.35 Uhr: Inzwischen sind etwa 45 Teilnehmer in NPD-Gruppe, darunter 2 Frauen. Einige schützen sich mit schwarzen Schirmen gegen die Sonne. Blöcke: gelangweilt. us

11.23 Uhr: Die Polizei erklärt per Lautsprecher, dass die Helme nur aus Selbstschutzgründen aufgesetzt wurden, Deeskalation wie angekündigt. ck

11.20 Uhr: Die Nazis sind sauer über die Eckplatz-Verbannung und setzen in der Diskussion mit der Polizei eine Verlagerung Richtung Bahnhofseingang durch. Dort war die Kundgebung genehmigt. Die Polizei verschiebt die Gitter. us

11.20 Uhr: Inzwischen mehr als 500 Gegendemonstranten. 200 haben sich zur Hauptpostamt begeben, näher an die Rechten. Polizisten verstärken sich an dieser Stelle, rüsten sich mit Helmen. ck

11.08 Uhr: Mitglieder von NPD und "Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen" stehen entspannt an der Absperrung und schwenken lächelnd Fahnen. Mit dabei: Thorsten Heise, Jan Philipp Jaenecke, Jens Wilke, Matthias Fiedler, Marco Bohrmann. us

11.07 Uhr: Gerd Nier von den Linken erinnert an die fehlende öffentliche Empörung nach 1933. Heute könne niemand mehr behaupten, nicht zu wissen, wohin Rassenhass und duckmäusertum führen können. Unterdessen haben sich unter den Demonstranten in der ersten Reihe einige wenige vermummt. Kleine Grüppchen linker Nazigegner suchen nach der Schwachstelle in den massiven Polizeiabsperrungen. ck

11 Uhr: Immer wieder Aufrufe an die inzwischen rund 400 Gegendemonstranten, friedlich und kreativ zu bleiben. 30 Neonazis seien inzwischen eingetroffen. Ihnen werde gezeigt, dass sie nicht erwünscht sind. Aus einem Baum heraus beschimpft ein unbekannter Kletterer mit Megaphon die Rechten, wird aber aufgefordert, sich zurückzuhalten. ck

10.55 Uhr:  Einschlägig bekannte NPD-Mitglieder und "Freundeskreis" postieren sich in abgeriegelter Parkplatzecke zwischen Bahnhof und Post, angeführt von Matthias Fiedler. us

10.55 Uhr: Der Bahnhofszugang ist dicht. Niemand kommt mehr ins Gebäude. "Der erste Nazi", hallt es über den Platz. Jetzt drängen sich die Gegendemonstranten an der Absperrung. Der Versammlungspunkt der NPD liegt 80 Meter weiter. ck

10.50 Uhr: 25 Nazis werden per Lastfahrstuhl von Gleis 5 Zu ihrem Versammlungplatz geschleust. us

10.48 Uhr: Ankunft von NPD und "Freundeskreis" auf Gleis 5, etwa 25 Personen. us

10.45 Uhr: Eine große Gruppe Süd-Politiker ist eingetroffen. Landtagsvizepräsidentin Gabriele Andretta (SPD) freut sich über die friedliche Volksfeststimmung. So solle den Nazis gezeigt werden, dass sie unerwünscht sind.

10.35 Uhr: Empfangsschild für NPD am Göttinger Bahnhof. Anreise angeblich per Bahn. us

10.30 Uhr: Mattes Weselmann von den Grünen fordert die Demonstranten auf, den NPD-Leuten den Rücken zuzudrehen, sie auszulachen und "vor allen Dingen friedlich zu bleiben". Sie der Lächerlichkeit preiszugeben müsse die Strategie sein, nicht Gewalt. ck

10.20 Uhr: Die Polizei lässt zwei Demonstrantinnen mit dem Transparent "Fight fortress Europe" unter Ermahnung gewähren. Für andere ist der Bahnhof blockiert. us

10.20 Uhr: Harnisch spricht zu den Demonstranten. "Wir stehen hier für Weltoffenheit und Toleranz!" Applaus und Sprechchöre, als er berichtet, dass die Polizei der Gegendemo den ganzen Platz überlässt. Es wird also nicht geräumt. Die NPD-Anhänger sind noch nicht da. Ein Gitterquadrat am äußerst rechten Rand des Platzes soll ihnen zugewiesen werden. ck

10.15 Uhr: Drei Demonstranten besetzen mit einem Infotisch den Platz an der Bahnhofswestseite. Dort hatte die Antifa Linke Ratsfraktionen Göttingen eine Demo angemeldet. us

10.10 Uhr: Die Polizei hat begonnen, die Zugänge zum Bahnhof zu kontrollieren. Nur sichtbar Reisende werden unkontrolliert eingelassen. Die Kriterien sind nicht allen ganz einleuchtend. Es kommt zu teils hitzigen Diskussionen. Draußen skandieren die Demonstranten. Es sind inzwischen fast 300. ck

9.55 Uhr: Zwei Polizei-Lkw fahren vor. Im nördlichen Drittel des Bahnhofsvorplatzes wird begonnen, mit Absperrgittern eine Art Käfig für die NPD-Anhänger aufzubauen. Der Parkplatz ist von 34 Polizeifahrzeugen wie eine Wagenburg hermetisch abgeriegelt. Polizeipräsident Uwe Lührig und Inspektionsleiter Thomas Rath sind als Beobachter gekommen und sprechen mit den Beamten. Vor dem Portal ist weiterhin alles friedlich. ck

9.35 Uhr: Die Demonstranten kommen nun doch der Aufforderung etwas entgegen. Sie Rücken vier Meter zurück. Alles friedlich, alle mit offenen Gesichtern, niemand vermummt. ck

9.30 Uhr: Die Polizei formiert sich am Parkplatz zur Räumung des Bahnhofsvorplatzes. us

9.23 Uhr: Vor dem Bahnhofsportal haben sich rund 150 Demonstranten versammelt. Rund 40 Zelte haben sie über Nacht aufgebaut. Jetzt fordert die Polizei sie auf, den Platz zu räumen. Niemand reagiert. Stattdessen Sprechchöre gegen Nazis. Das kleine Caree, in dem sich die NPD-Anhänger treffen sollen, ist von Polizisten doppelt abgeriegelt. Im Bahnhof herrscht ansonsten normaler Publikumsverkehr. ck

9.11 Uhr: Es wird ernster: Die Polizei fordert die Demonstranten über die Demo-Leitung auf, sich und ihre Zelte vom Bahnhofseingang weg bis zur Ostseite des Bahnhofsvorplatzes zurückzuziehen. Versammlungsleiter Lothar Hanisch vom "Bündnis gegen Rechts" gibt die Info weiter und fordert die Demonstranten auf, "friedlich und passiv" zu bleiben und sich notfalls ohne Gegenwehr wegtragen zu lassen. Inzwischen fordert auch die Polizei per Lautsprecher auf, den Platz zu verlassen. Es gibt erst laute Sprechchöre. Um den Bahnhofsplatz fahren immer mehr Polizeiwagen auf. Die Polizei will den Eingangsbereich für eine für 11 Uhr angekündigte Kundgebung der NPD frei räumen und mit Gittern absperren. Um 10 Uhr soll an der Berliner Straße vor dem Bahnhof eine Gegendemo beginnen. us

 

7.50 Uhr: Gedrückte Stimmung im bisher fröhlich-friedlichen Zelt- und Frühstückscamp gegen Rechts vor dem Göttinger Bahnhof: Gegen 7.30 Uhr fährt die Polizei vor und positioniert fünf Fahrzeuge zwischen Zeltlager und Bahnhofseingang. Gerade erst hatte der Versammlungsleiter und Sprecher des "Bündnisses gegen Rechts" , Lothar Hanisch, die Camper und inzwischen etwa 200 Frühstücksteilnehmer mit den Worten begrüßt: "Ich hoffe, es bleibt so friedlich wie bisher." Für 11 Uhr hat die NPD eine Kundgebung angekündigt. Um 10 Uhr beginnt eine Gegendemonstration, organisiert vom "Göttinger Bündnis gegen Rechts". us

6 Uhr: Friedliche Morgenstimmung vor dem Göttinger Bahnhof mit Festival-Flair: Etwa 100 Menschen haben die Nacht über in 30 Zelten auf dem Bahnhofsvorplatz campiert. Gegen 6 Uhr erwacht die Zeltstadt langsam. Ankommende Unterstützer bringen Muffins und Kaffee, während sich irritierte Bahnreisende ihren Weg durch das Lager zum Eingang suchen. Mit der Zeltstadt wollen Göttinger und Unterstützer den Platz blockieren und einen Aufmarsch der rechtsnationalen NPD verhindern. Sie hat für den späten Vormittag eine Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz angemeldet. Dagegen hatten Hunderte Menschen schon am Vorabend mit einem Musikfest protestiert, um 10 Uhr soll eine Gegendemonstration beginnen.
Die Polizei hatte am Abend erklärt, sie wolle am Sonnabend frühmorgens entscheiden, ob sie den Platz vor dem Bahnhof räumen lässt - gegen 6 Uhr ist es ruhig in der Campingstadt. Im Mai und am vergangenen Wochenende hatte es teilweise Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten gegeben. us

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