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Nabu lässt Mulden im Bührener Schedetal ausheben

Mehr Nahrung für Schwarzstörche Nabu lässt Mulden im Bührener Schedetal ausheben

Der seltene Schwarzstorch fühlt sich im Bührener Schedetal wohl. Immer wieder wird er im Schutzgebiet des Naturschutzbundes (Nabu) Deutschlands gesichtet. Jetzt soll der Speiseplan für den scheuen Vogel verbessert werden: durch flache Tümpel, in denen sich die Nahrungstiere des Storchs ansiedeln können.

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Im Schedetal: Torsten Farkas baggert eine Mulde aus, Peter Ludowizi und Marieke Neßmann sehen zu.

Quelle: Hinzmann

Bühren. Der Schwarzstorch, laut Nabu Niedersachsen ein scheuer Bewohner älterer Wälder, benötigt feuchte Bereiche für die Nahrungssuche.

„Die Nahrungssituation ist unter anderem wegen fehlender Nahrungsgewässer gerade in ehemaligen Auelandschaften vielerorts kritisch“, sagt Marieke Neßmann, Mitarbeiterin der Vogelartenschutzprojekte des Nabu. Durch das Schaffen kleiner Gewässer könne in Bereichen wie dem Schedetal – störungsarm und nahe am Wald gelegen – Abhilfe geschaffen werden.

Besitzerin der als Weideflächen verpachteten Flächen an der Schede ist die Nabu-Stiftung Nationales Naturerbe, die das Ausheben der Tümpel unterstützt hat. Auch der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und der Landkreis als Untere Naturschutzbehörde förderten das Projekt.

Am Mittwoch hob Baggerführer Torsten Farkas vier Mulden entlang der Schede aus, angeleitet von Nabu-Schutzgebiets-Betreuer Hans-Joachim Haberstock und Peter Ludovizi, beide vom Nabu Göttingen, und Neßmann.

Schon vor zwei Jahren sei das Konzept entstanden, die feuchten Bereiche an der Schede zu vertiefen, um den Schwarzstorch zu unterstützen, berichtet Haberstock. „Es freut mich, dass die Maßnahmen nun im Rahmen des Vogelartenschutzprojektes des Nabu Niedersachsen umgesetzt werden.“

Die Schede sei ein natürliches Fließgewässer und niemals begradigt worden, beschreibt Ludowizi die Vorzüge des Wasserlaufs, in dessen Randbereichen Kühe und Pferde weiden. Was, hofft Neßmann, dazu betragen könnte, ein Zuwuchern der neuen Tümpel zu verhindern. Die flachen Mulden seien so angelegt, dass sie periodisch austrockneten oder eben überflutet würden – ein perfekter Lebensraum für Amphibien als Nahrungstiere des Schwarzstorchs.

Das Bührener Schedetal zählt zu den  Vogelartenschutzprojekten, die der Nabu Niedersachsen in Kooperation mit dem NLWKN und dem Niedersächsischen Umweltministerium umsetzt, um die Lebensbedingungen für geschützte Brutvogelarten zu verbessern.

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