Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Nach Brandanschlag auf Göttinger SPD-Zentrale: Tätersuche und Verurteilungen

„Extrem rücksichtslose“ Tat Nach Brandanschlag auf Göttinger SPD-Zentrale: Tätersuche und Verurteilungen

Nach dem Brandanschlag auf das Haus der Göttinger SPD-Parteizentrale am frühen Dienstagmorgen sucht das Staatsschutzkommissariat der Polizei weiterhin nach den Tätern und ist an Hinweisen aus der Bevölkerung interessiert.

Voriger Artikel
Hevenser lehnen geplanten Windpark ab
Nächster Artikel
WhatsApp-Service des Tageblatts immer beliebter

Die Göttinger SPD-Zentrale.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Nach Angaben von Polizeisprecherin Jasmin Kaatz hätten Zeugen von drei bis fünf vermummten und dunkel gekleideten Personen berichtet, die nach der Tat in Richtung Wall geflüchtet seien. Bislang liegt der Polizei in Göttingen kein Bekennerschreiben vor. Die Polizei nennt den Anschlag mit zwei Bengalos als Brandsätzen „extrem rücksichtslos“. Die Täter hatten zudem Parolen zur Griechenlandkrise am Haus hinterlassen.

Unterdessen hat Silke Hansmann, Vorsitzende des Juso-Unterbezirks, den Anschlag verurteilt. „Die Haltung der SPD kann in Diskussionen und im politischen Diskurs kritisiert werden. Der Anschlag auf das Göttinger Parteihaus wird aber rein gar nichts an diesen politischen Missständen verändern.“

Auch die FDP-Politiker Lutz Knopek für den Kreis- und Felicitas Oldenburg für den Stadtverband verurteilen den „feigen Brandanschlag“. Sie sei „tief geschockt“ vom Ausmaß der Gewalt, sagte Oldenburg. Sie wertet die als „massiven Angriff auf die Meinungsfreiheit“. Gewalt, egal von rechts oder links, müsse gleichermaßen verfolgt werden.

Seit März seien der Polizei fünf Straftaten am SPD-Parteigebäude bekannt geworden, sagte Kaatz. Alle fünf Taten seien durch bislang unbekannte Täter begangen worden und würden vom Staatsschutz als politisch motiviert bewertet.

Voriger Artikel
Nächster Artikel