Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Nach Brücken-Unfall: Göttingen muss neue Ampel zahlen

130.000 Euro außerplanmäßig Nach Brücken-Unfall: Göttingen muss neue Ampel zahlen

Die Folgekosten des Unfalls, bei dem in der Göttinger Godehardstraße eine Fußgängerbrücke abrissreif zerstört wurde, sind nicht in voller Höhe durch die Versicherung des Verursachers gedeckt. Die Stadt muss nachträglich 130 000 Euro für eine neue Ampel investieren, die die Brücke inzwischen ersetzt.

Voriger Artikel
Thema des Tages: Hinter den Kulissen der Stadthalle Göttingen
Nächster Artikel
Ruf nach Ampel für B 27 in Roringen

Nach einem Unfall und Abriss einer Brücke muss die Stadt Göttingen für den neuen Überweg mit Ampel in der Godehardstraße 130 000 Euro zahlen.

Quelle: PH

Über diese „außerplanmäßige“ und nachträgliche Zahlung für das Abrechnungsjahr 2014 soll jetzt der Fachausschuss des Rates für allgemeine Angelegenheiten beraten und entscheiden.

Ein zu hoch beladener Tieflader hatte die 40 Jahre alte Brücke im vergangenen November gerammt – sie musste abgerissen werden. Tagelang war die Godehardstraße gesperrt, auch für öffentliche Busse. Der Übergang über die viel befahrene zweispurige Straße verbindet unter anderem das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) mit den Sportanlagen der Schule am Schützenplatz. Auch deshalb hatte die Stadt schnell reagiert und zunächst als Ersatz für die Brücke eine Behelfsampel aufgestellt. Elternvertreter und Pädagogen am Otto-Hahn-Gymnasiums hatten sich zugleich immer wieder für eine neue Brücke eingesetzt.

Inzwischen ist eine ganz neue Signalanlage mit Druckknopf für Fußgänger fest installiert. Die Straße ist in diesem Bereich durch Markierungen und Betonbarrieren auf eine Fahrspur verengt. Für die Ampel und den Umbau muss die Stadt jetzt über ihren sogenannten investiven Haushalt 130 000 Euro zahlen. Ein Kredit ist dafür nicht erforderlich, das Geld sei beim Ausbau der Königsallee eingespart worden, so die Verwaltung. Bisher waren Politiker und Verwaltungsvertreter davon ausgegangen, dass die Versicherung des Unfallfahrers alle Ausgaben für den Brückenersatz trägt – nach Abzug eines Zeitwertes der Brücke. Inzwischen aber sei „haushaltstechnisch geklärt“, dass durch das Geld von der Versicherung nur die unmittelbaren Folgekosten wie Brückenabriss, Straßensperrung und die rechnerische Abschreibung der alten Brücke ausgleichen seien. Ganz neues Anlagevermögen wie die Ampel inklusive Straßenumbau hingegen nicht. Diese Investition müsse die Stadt tragen.

Der Ausschuss für allgemeine Angelegenheiten tagt am Montag, 26. Januar, um  16.30 Uhr in Raum 118 im Neuen Rathaus. Abschließend entscheidet noch der Verwaltungsausschuss des Rates.

Voriger Artikel
Nächster Artikel