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Gräber auf Göttinger Friedhöfen abgesackt

Nach Dauerregen Gräber auf Göttinger Friedhöfen abgesackt

Durch die massiven Regenfälle der vergangenen Woche sind in Göttingen 60 bis 80 Grabstellen abgesackt. Hauptsächlich betroffen seien der Friedhof Junkerberg und in geringerem Umfang der Friedhof Grone, sagt Detlef Johannson, Sprecher der Stadtverwaltung Göttingen.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Göttingen. Vergleichbare Schäden habe es seiner Kenntnis nach in Göttingen bisher noch nicht gegeben. Die Göttingerin Andrea Wichary entdeckte auf dem St. Petri Friedhof in Weende einige abgesackte Gräber. „Ich habe einen richtigen Schock bekommen, als ich das Grab meiner Schwiegereltern besuchte. Ich musste feststellen, dass das komplette Grab eingesackt ist, und das nach 24 Jahren.“ Dieses Problem sei auch andernorts festgestellt worden. Johannson bestätigt: „Neben frisch aufgefüllten Gräbern seien auch bereits langjährige Bestandsgräber betroffen. Vermutlich sind hier unter dem Gewicht der feuchten Erde die Sargdeckel eingebrochen.“
In der Regel sind Angehörige für das Wiederauffüllen der Grabstätten verantwortlich. In diesem Fall zeige sich die Stadt Göttingen bei den städtischen Friedhöfen aber kulant. „Unsere Mitarbeiter sind deswegen im Dauereinsatz. Wir bitten aber um Verständnis, wenn es im einen oder anderen Fall noch ein paar Tage dauert, bis die Schäden behoben sind“, sagt Johannson.
Schließlich sei nicht nur Erde aufzufüllen, sondern auch noch Rasen auszusäen. Die Möglichkeiten der Stadtverwaltung enden jedoch dort, wo hergestellte, eingewachsene Grabbeete betroffen seien. In diesen Fällen müsse sich der Nutzungsberechtigte entweder selbst an die Arbeit machen oder sich an eine Friedhofsgärtnerei wenden. „Bisher ist nur ein Fall bekannt, bei dem auch ein Grabstein umgestürzt ist. In diesem Fall muss ein Steinmetz beauftragt werden.“ Soweit wie möglich werden die Absackungen von der Stadt beseitigt.
Der St. Petri Friedhof ist allerdings kein städtischer Friedhof. Dort seien bisher eine handvoll Gräber vom Dauerregen betroffen, sagt Pastor Thorsten Rohloff. „Größtenteils handelt es sich dabei aber um Gräber, die ohnehin aufgefüllt werden müssen, da ihre Beisetzung noch nicht lange her ist.“ Ob das bei den betroffenen Angehörigen der Fall sei, müsse jedoch im Einzelfall geklärt werden. Im Moment gelte es aber, abzuwarten und auf weitere Auffälligkeiten zu achten, sagt Rohloff. Betroffene können sich aber jederzeit an die Friedhofsverwaltung wenden.
Bei Fragen steht Frau Gaertner der Stadtverwaltung Göttingen für Betroffene und Nutzungsberechtigte zur Verfügung unter der Servicenummer 0511/4005211. Die Friedhofsverwaltung erreichen Sie unter der Servicenummer 0551/4005210.  kf

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