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Nach Gasunglück in Göttingen: Ärztin gestorben

Ursache gefunden Nach Gasunglück in Göttingen: Ärztin gestorben

Die bei der Verpuffung am 13. Februar schwer verletzte 55-jährige Ärztin ist am Montag, 23. Februar, gestorben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Göttingen mit.

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Die bei der Verpuffung am 13. Februar schwer verletzte 55-jährige Ärztin ist am Montag, 23. Februar, gestorben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Göttingen mit.

Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Göttingen. Die Ärztin des Blutspendedienstes der Uni-Klinik, die bei der Gasdetonation am Freitag vorvergangener Woche schwer verletzt wurde, ist tot. Sie starb in einer Spezialklinik in Hannover.

Das Universitätsklinikum, erklärte Prof Heyo Kroemer als Vorstandssprecher des Klinikums nach dem Bekanntwerden der Todesnachricht, „ist sehr betroffen und drückt den Angehörigen ihr tiefes Mitge-fühl aus“. Am 13. Februar hatte die 55-jährige Medizinerin zusammen mit einem Sicherheitsmitarbeiter der Uniklinik das Gebäude des Blutspendedienstes betreten und offenbar einen Lichtschalter betätigt.

Es folgte eine schwere Detonation mit einer großen Stichflamme, aus der die beiden Mitarbeiter brennend auf die Straße liefen. Passanten halfen den Opfern, die Flammen zu ersticken, konnten jedoch nicht verhindern, dass beide schwerste Verbrennungen erlitten. Die Ärztin und der Wachmann wurden in Spezialkliniken für Brandopfer in Hannover und Halle gebracht.

Dem Sicherheitsbeauftragten, der Verbrennungen dritten Grades erlitt, geht es nach wie vor schlecht. Er liegt im künstlichen Koma, sein Zustand ist laut Tageblatt-Informationen nach mehreren Operationen allerdings stabil.

Nach einem entsprechenden Tageblatt-Bericht prüft derzeit die Göttinger Staatsanwaltschaft, ob das Leerrohr für Daten- und Stromkabel, durch das das Gas ins Haus gelangt war, fachgerecht verlegt wurde, erklärt Staatsanwaltschafts-Sprecher  Andreas  Buick.

Schon zuvor hatte die Staatsanwaltschaft das Rohr als Kanal für das Gas identifiziert, war aber nicht der Frage nachgegangen, ob das Leerrohr gasdicht hätte verlegt werden müssen. Davon jedoch gehen die Göttinger Stadtwerke aus, deren Gasleitung unter dem Radweg an der Berliner Straße gebrochen war.

Die Nachricht vom Tod der bei der Gasexplosion vom 13. Februar schwerstverletzten Ärztin hat in Göttingen Trauer und Bestürzung ausgelöst. Wenn auch Sie Ihr Beileid öffentlich kundtun wollen, können Sie das im Tageblatt-Kondolenzbuch unter  gturl.de/kondolenz tun.

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