Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Nach Kyrill: Aufgeforsteten Flächen in Göttingen droht Kahlfraß durch Mäuse

Späte Folgen eines Orkans Nach Kyrill: Aufgeforsteten Flächen in Göttingen droht Kahlfraß durch Mäuse

Wenn ein Sturm übers Land fegt, sieht man die Schäden sofort. Der Orkan Kyrill allerdings hat späte Folgen. Schon zum zweiten Mal droht den Flächen, die dem Supersturm Anfang 2007 zum Opfer fielen, der Tod einer ganzen Waldgeneration. Denn die nach Kyrill wieder aufgeforsteten großen Freiflächen haben – auch dank milder Winter – eine riesige Mäusepopulation gedeihen lassen, die sich jetzt über die jungen Eichen, Buchen und Ahorn her macht und die Rinde der jungen Bäume teils bis zum Absterben  des  Baumes  abnagt.

Voriger Artikel
Baumfällarbeiten am Talweg bei Laubach
Nächster Artikel
Mistel bedroht Göttinger Bäume

Rindenfraß durch Mäuse.

Quelle: EF

Göttingen. Das hat die Pressestelle der Landesforsten in Braunschweig gerade mitgeteilt. Betroffen seien insgesamt 2000 Hektar Wald, die der Orkan vor allem in Südniedersachsen umgeworfen hatte. Beim Wiederaufforsten hatten gerade die  Landesforsten auf Laubbäume gesetzt, die nun besonders von Mäusefraß bedroht sind.  Allein das  Forstamt Münden hatte  in den fünf Jahren nach dem Sturm mehr als eine halbe Million junge Bäume  auf die  Kahlschlag-Flächen im Kaufunger und im Bramwald gepflanzt  – etwa 80 Prozent junge Eichen. Insbesondere Wühlmausarten wie Erd-, Feld-, Rötel- und Schermaus machen den Förstern nun Sorgen.

Das betrifft auch die Forsten im Landkreis Göttingen. Im Bereich des Forstamtes Münden, speziell im Bramwald und rund um Dransfeld seien die Mäuseplage groß und die Schäden massiv, teils sogar bei den kräftigeren, armdicken Laubbäumen. Das sagt Michael Rudolf, der Pressesprecher der Landesforsten. Deren Strategie sei es nach Kyrill gewesen, möglichst naturnah zu arbeiten und auf den Freiflächen wieder mehr Laub- als Nadelbäume zu pflanzen. Schon im Herbst seien massive Schäden zu sehen gewesen. Jetzt gehe der Fraß unter der Schneedecke weiter und betreffe teils auch die Wurzeln.

Die Landesforsten setzen gegen die Mäuseplage inzwischen Giftköder ein. „Wir haben keine Wahl. Nur so können wir die jungen Bäume retten“, sagt Mathias Aßmann, der für den Waldschutz zuständige Förster bei den Landesforsten. Die Köder seien aber einzig für Nager, nicht für Hunde oder Katzen gefährlich, beruhigt Aßmann Tierhalter.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Das Tanz-Team des TSC-Schwarz-Gold Göttingen