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Marokkaner erliegt Messerstich

Nach Streit in der Barfüßerstraße Marokkaner erliegt Messerstich

Totschlag - so bewertet der Haftrichter die Messerstecherei am frühen Dienstagmorgen vor der Bierwirtschaft in der Barfüßerstraße. Der dabei lebensgefährlich verletzte 34-Jährige aus Maroko ist nach gut 24-stündigem Kampf um sein Leben am frühen Mittwochmorgen im Klinikum gestorben.

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Aktuell werden zwei Tatverdächtige dem Haftrichter vorgeführt.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Am Mittwochnachmittag erließ das Amtsgericht Haftbefehl gegen zwei Männer aus Eritrea. Sie stehen im dringenden Verdacht, den Marokkaner im Streit getötet zu haben. Beide, der 22 Jahre alte mutmaßliche Messerstecher und ein 31 Jahre alter Landsmann, der ihm bei der Tat geholfen haben soll, wurden in Untersuchungshaft genommen und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Als Haftgründe gibt die Staatsanwaltschaft Göttingen die Schwere der Tat sowie bestehende Fluchtgefahr an. Zu den Vorwürfen sollen die beiden Schwarzafrikaner dem Vernehmen nach vor dem Haftrichter geschwiegen haben. Damit bleibt das Motiv des Streites und des daraus resultierenden Messerangriffes weiter im Dunkeln. Unklar auch, wie genau die Beteiligung des zweiten  Asylbewerbers aus Eritrea an der Tat war.

Zu der Auseinandersetzung zwischen den drei Asylbewerbern aus Afrika, die seit knapp einem Jahr in Göttingen leben und alle drei bereits polizeilich bekannt waren, war es am frühen Dienstagmorgen noch in dem Lokal gekommen. Gegen 3.50 Uhr war die Auseinandersetzung dann laut Polizeibericht auf der Straße vor dem Lokal eskaliert. Dabei soll der jüngere der beiden Männer aus Eritrea dem Marokkaner ein Messer in die Brust gerammt haben. Der Täter flüchtete zunächst, stellte sich gegen 4.10 Uhr aber der Polizei auf der Wache Groner Landstraße und lieferte auch gleich die Tatwaffe ab. Der Mittäter, der sich wieder in die Kneipe geflüchtet hatte, wurde von Gästen des Lokals der Polizei übergeben. Trotz sofortiger Ersthilfe von Passanten und einer Notoperation im Uni-Klinikum erlag der 34-Jährige am Mittwochmorgen kurz nach 4 Uhr seiner Verletzung. Die Ermittlungen des 1. Fachkommissariats der Polizeiinspektion Göttingen dauern an.

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Angriff vor Lokal

Ein 34 Jahre alter Asylbewerber aus Marokko ist in der Nacht zu Dienstag bei einem Streit lebensgefährlich verletzt worden. Täter ist mutmaßlich ein anderer Asylbewerber aus Eritrea. Die Ermittlugnsbehörden gehen derzeit von einem versuchten Tötungsdelikt aus.

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