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Nach Namenswechsel rumort es in linker Szene in Göttingen

Scharfe Proteste und Amüsement über Ratsmitglieder Nach Namenswechsel rumort es in linker Szene in Göttingen

Nach dem überraschenden Namenswechsel der Ratsfraktion der „Wählergemeinschaft Göttinger Linke“ rumort es in der linken Szene. In Stellungnahmen werfen Mitglieder der Göttinger Linken den Politikern mangelndes Demokratieverständnis vor.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Vergangene Woche hatten die drei Abgeordneten der Wählergemeinschaft mitgeteilt, dass sie künftig als „Antifaschistische Linke. Ratsfraktion Göttingen“ auftreten. Damit haben sie sich vor allem von Mitgliedern ihrer Basisgruppen distanziert, mit denen sie seit Monaten im Clinch liegen.

Der Göttinger Ortsverband der Partei „Die Linke“ sieht das „eher mit Amüsement als mit Ärger“, erklärte Peter Strathmann für den Sprecherrat. Zugleich sieht er darin das selbst eingeleitete Ende der Politischen Laufbahn des Ratsherren Patrick Humke. Mit Sorge betrachte die Partei allerdings, wie „mit leichter Hand politische Inhalte für das onanistische Politikverständnis eines Narzissten funktionalisiert werden“. Auch in den sozialen Netzwerken wird an erster Stelle Humke angegriffen.

Der Kreisverband der Göttinger Linken verurteilt „die Missachtung demokratischer Gepflogenheiten“ durch alle drei Ratsmitglieder Humke, Torsten Wucherpfennig und Civar Akad. Sie seien von den Mitgliedern der Linken und weiteren Gruppen in der Wählergemeinschaft Gö-Linke aufgestellt worden. Mit ihrem Schritt, die Linke zu verlassen, aber ihre Mandate zu behalten, stellten sie sich selbst bloß. Und sie hätten damit keine Legitimation mehr durch die ihre Wähler, ergänzte der frühere Ratsherr der Linken, Gerd Nier als Sprecher der WG Göttinger Linke.

Irritiert ist auch die Antifaschistische Linke International (Ali). Der neue Name „Antifaschistische Linke“ rückt die Fraktion in ihre Nähe. Das sei nicht abgesprochen oder vorher thematisiert worden, bestätigte am Montag eine Ali-Sprecherin. Die Gruppe stehe weiterhin für eine außerparlamentarische Politik.

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