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Nach Überfall in Seulingen: Täter gestehen

Vor Gericht Nach Überfall in Seulingen: Täter gestehen

Die beiden Männer, die in der Nacht zum 1. September 2013 in Seulingen einen Rentner überfallen haben und den damals 69-Jährigen mit einem Baseballknüppel zum Pflegefall schlugen, haben am Montag vor dem Göttinger Landgericht ein weitgehendes Geständnis abgelegt.

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Nach Überfall in Seulingen: Täter gestehen das Opfer mit einen Baseballschläger niedergeschlagen zu haben.

Quelle: dpa/Symbolbild

Göttingen/Seulingen. Sie räumten ein, sich kurz nach Mitternacht vor das Haus der Familie des Mannes in der Seulinger Hauptstraße gezogen zu sein, um sie zu beeindrucken und von weiterem Fehlverhalten im Ort abzuschrecken. Allerdings: Nie sei beabsichtigt gewesen, jemanden zu verletzen.

Der 31-Jährige, der dem 69-Jährigen den fatalen Schlag versetzte, und sein 27-jähriger Cousin erklärten über ihre Rechtsanwälte, ihr Leben vor der Tat sei frei von Gewalt gewesen. Vor dem Haus in der Hauptstraße  hätten sie sich von den drei großen Hunden der Familie bedroht gefühlt. Die Tat sei dennoch „ungerechtfertigt und unentschuldbar“ gewesen, so der Ältere der Angeklagten.

Opfer ist Pflegefall

Sein Cousin ließ über seinen Anwalt erklären, vor dem Überfall habe er die Familie nicht gekannt und auch von deren schlechtem Ruf im Ort nichts gewusst. Dennoch habe er sich bereit erklärt, vor das Haus der Familie zu ziehen und dort Feuerwerkskörper zu zünden. Dass der Rentner schwer verletzt worden sei, habe er erst später erfahren. Anders als laut Anklage habe er die Verletzungen weder gewollt noch billigend in Kauf genommen.

Das Opfer, mit schweren Hirnschäden bis heute ein Pflegefall, versuchte am gestrigen Verhandlungstag den Vorfall aus seiner Sicht zu schildern. Das jedoch vergeblich: Zum einen fehlt ihm nach dem brutalen Schlag jede Erinnerung an das Geschehen, zum anderen kann sich der Mann wegen seiner Hirnschäden kaum verständlich machen.

Die Ehefrau des Opfers erklärte, die Täter hätten jeder „drei- oder viermal“ zugeschlagen. Die Anklage geht von nur einem Schlag aus. Strittig blieb auch, ob die drei Hunde der Familie – zwei Doggen und ein Schäferhund – bei dem Überfall eine Rolle spielten.

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