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Grüne fordern Bleiberecht für Opfer rechter Gewalt

Göttinger Grüne verurteilen Tat Grüne fordern Bleiberecht für Opfer rechter Gewalt

Schockiert hat der Stadtverband der Grünen in Göttingen auf den "Anschlag" auf die Flüchtlingsunterkunft am Schützenanger reagiert. Er verurteilt die Tat, bei der Unbekannte am Mittwoch nach Polizeiangaben aus fremdenfeindlichen Motiven eine Scheibe eingeschlagen und „Sieg Heil“ gerufen haben sollen.

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Das Gelände der Flüchtlingsunterkunft am Göttinger Schützenanger.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Wir  verurteilen diesen Angriff gegen Menschen, die zu uns gekommen sind, um Schutz zu suchen, aufs Schärfste und drücken den Bewohnern unsere Solidarität aus", sagt Valentin Büchi, Mitglied des Grünen-Stadtvorstandes. Wer versuche, auf diese Art und Weise Angst und Schrecken unter Geflüchteten zu verbreiten und die Gesellschaft zu spalten, müsse konsequent zur Rechenschaft gezogen werden.

 Angesichts des "großen Problems" Rechtsextremismus fordert der Stadtvorstand der Grünen das Land Niedersachsen nun auf, sich dem Vorbild Brandenburgs anzuschließen und Opfern rechter Gewalt ein Bleiberecht zu gewähren und für ihre Sicherheit hier zu sorgen.

Trotz des Vorfalls am Mittwoch werden die Stadtverwaltung und die Betreiber Göttinger Flüchtlingsunterkünfte  die Sicherheitsmaßnahmen nicht erhöhen. "Wir halten die von uns und von den anderen Betreibern getroffenen Maßnahmen für ausreichend", sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson.

Auch die beiden Leiter der von Bonveno betriebenen Unterkünfte auf den Zietenterrassen und am Nonnenstieg, Bettina Briesemeister und Jawed Yazdani, sehen ihre Anlagen als ausreichend gegen Übergriffe gesichert. Wie am Nonnenstieg auch sei die Unterkunft auf den Zietenterrassen von Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes bewacht.

Bislang habe es in seiner Einrichtung "keine besonderen Vorkommnisse" gegeben, sagt Yazdani. Briesemeister und Yazdani glauben, dass die Lage ihrer Unterkünfte in Wohngebieten Täter abschrecke.Aber auch die vom Deutschen Roten Kreuz betriebene Unterkunft auf der Groner Siekhöhe ist nach Auskunft von Leiter Pascal Comte von Angriffen verschont geblieben.

Wachdienst und Überwachungskameras sind hier im Einsatz. Der grüne Stadtverband zeigt sich erleichtert, dass durch die Anwesenheit von Wachpersonal auch an der Unterkunft am Schützenplatz "möglicherweise Schlimmeres" verhindert worden sei.

Als "Reaktion auf den rassistischen Anschlag" ruft die Göttinger Alarmliste, eine Initiative gegen rechte Gewalt und Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte, für Freitag, 6. Januar, zu einer Kundgebung am Gänseliesel auf. Beginn ist um 17 Uhr.

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