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Nachtbusse für die O-Phase

Zusatzangebot Nachtbusse für die O-Phase

Ein Angebot für Studierende, die während der Orientierungsphase die Stadt erkunden wollen, machen die Göttinger Verkehrsbetriebe in diesen Tagen: Sie setzen zusätzliche Nachtbusse ein.

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Ein Nachtbus

Quelle: Niklas Richter

Göttingen. Die Bushaltestelle Weender Straße-Ost bot Dienstagnacht ein ungewöhnliches Bild: Zum ersten Mal dieses Jahr fuhren die acht Nachtlinien der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB), die regulär nur an den Wochenenden fahren, auch unter der Woche. Der Grund dafür, so die Pressesprecherin und Marketingleiterin des Unternehmens, Stephanie Gallinat-Mecke, sei die Orienterungsphase für neue Studenten an der Georg-August-Universität: „Wir wollen Studierenden nach den Stadterkundungen und Aktionen der laufenden O-Phase nach Hause bringen“.

Die O-Phase der Universität Göttingen startete am Montag, 9. Oktober, mit zahlreichen Aktivitäten wie Campusbesichtigungen, Stadtrallyes und Kneipentouren. Einige Teilnehmer der Aktionen warteten Dienstagnacht an der Weender Straße-Ost auf die Linie „N2“ in Richtung Weende-Nord, einen der ersten Nachtbusse um 1.10 Uhr. Die Gruppe aus Erstsemestern der Studiengänge Sozialwissenschaften und Geographie lobte, dass das Ticket für den Nachtbus im Semesterticket enthalten sei. „Das gibt es nicht überall“, sagten die 18- und 19-Jährigen Neustudenten in Göttingen.

Anregung: Nachbusse noch häufiger einsetzen

Eine Frankfurterin regte allerdings an: „Es wäre besser, wenn die Nachtbusse öfter fahren als einmal pro Stunde.“ Sie sei ein größeres Angebot gewohnt. „Ich komme aus einer Großstadt, da ist das normal.“ Ihre Mitstudenten aus Braunschweig und Ostfriesland stimmten ihr zu. Auch der Jurastudent Oliver Hartlieb wartete mit einer Döner-Box in der Hand auf die Linie N2. Der 22-Jährige ist Tutor und hatte in dieser Nacht mit seiner O-Phasen-Gruppe den Nachtclub Savoy besucht. „Ich finde das Angebot sehr, sehr gut, denn der Nachtbus fährt mich beinahe direkt vor die Haustür in der Nähe des Weender Freibads“, so der Siebtsemestler. Außerdem hätten bereits einige Studierende aus seiner Tutorengruppe, die wegen der schwierigen Wohnungssuche in Göttingen außerhalb wohnten, das Angebot dankbar angenommen.

Laut Eugen Hillung, Busfahrer der Linie N2, sei die Premiere der Nachtbusse unter der Woche noch ruhig verlaufen: „Sonnabends und sonntags ist es etwas ganz anderes. Allerdings ist das ja erst der erste Bus“. Und tatsächlich: Ab 1.40 Uhr herrscht mehr Betrieb. Die Nachtbusse sind gut besucht. Auch drei redselige Informatikstudenten, ebenfalls mit Döner gegen die Wartezeit an der Weender Straße-Ost gerüstet, hatten in der Uni während der O-Phase von dem Angebot der GöVB gehört und warteten so auf die Nachtlinien N3 nach Weende-Nord und N8 in Richtung Grone. Die gutgelaunten Jungs aus Hameln im Alter von 20 und 21 Jahren hatten im Rahmen der O-Phase einen lustigen Kneipenabend im urigen Göttinger ADe! bei Kartenspielen und Bier verbracht und erzählten von ihrem Tag, der schon morgens gestartet war. „Wir wurden über den eCampus aufgeklärt und haben an witzigen Kennlernspielen teilgenommen wie zum Beispiel Blinde Kuh.“ Anschließend hätten sie sich aufgemacht, um etwas zu erleben: Seit 20 Uhr sind wir schon in der Stadt und klappern Göttinger Kneipen ab“, sagte Sören Spenkendieck. Der 20-Jährige ist bereits seit einem Jahr in Göttingen und hat die Nachtlinien am Wochenende schon häufig genutzt: „Ich fahre gerne mit dem Nachtbus. Es ist deutlich besser als zu laufen“, erzählte er, während er seinem Kumpel und Mitbewohner Jan-Hendrik Franke ein Bier öffnete.

Angebot bis zum Ende der O-Phase

Das besondere Angebot läuft noch bis Ende der O-Phase am Freitag, 13. Oktober. Es wurde augenscheinlich gut angenommen. „Um es zu resümieren müssen wir die Woche abwarten“, kommentierte Gallinat-Mecke die Premiere. Für die GöVB sei der Einsatz der Nachtlinien unter der Woche jedoch ein ganz normaler Betriebstag.

Von Karolin Basten

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