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Nachwuchs- und Laientheater zeigen ihr Können

Werther, Limo, krumme Beine Nachwuchs- und Laientheater zeigen ihr Können

Das Junge Theater in Göttingen hat mehr zu bieten als die großen Inszenierungen mit dem festen Ensemble. In fünf Theaterclubs treffen sich regelmäßig Laienschauspieler unter professioneller Anleitung und machen Theater. Was sie können haben die fünf Gruppen am Sonntag beim zweiten Clubfest gezeigt.

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Auftritt des Jugendclubs.

Quelle: Heller

Göttingen. "Wir wollen zeigen, was im Jungen Theater alles so los ist", sagte JT-Intendant Nico Dietrich zu Beginn des zweiten Clubfestes. Und das ist nicht wenig. Am Sonntag gaben die Clubs Einblicke in die Stücke, die sie derzeit erarbeiten und proben und die im Mai und Juni Premiere haben werden.

So erzählt der Mini-Club in dem Stück "Wechselbank" Von Bankräubern, Superhelden, verrückten Wissenschaftlern, Geflüchteten, Detektiven und Umweltaktivisten. Am Sonntag rockten die Jungs zwischen sechs und neun Jahren, die von Theaterpädagogin Kathrin Müller-Grüß betreut werde, zum Jailhouse Rock von Elvis über die Bühne.

YOLA-Club

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Am anderen Ende des Altersspektrums befindet sich der Club Göttingen. Zwischen 20 und 80 sind seine Mitglieder. Für diese Spielzeit haben sie mit Agnes Giese das Stück "Der Zusammenstoß" mit Live-Musik nach dem dadaistischen Opernlibretto von Kurt Schwitters entwickelt. "Schräg" und "bescheuert" soll es sein und sich in Zeiten von Donald Trump und einem "Islamischen Staat" um die Frage drehen: "Was passiert, wenn die Welt untergeht". Am Sonntag begeisterte der Club mit einer A-Cappella-Version von Schwitters Schlager "Onkel Heini": "Und wenn die Welten untergehn, bleibt Onkel Heini doch bestehen, denn unser braver Onkel Heini hat immer noch die krummsten Beini", sangen sie.

Die 10- bis 14-Jährigen vom YOLA (You only love acting) -Club unter Anleitung von Sascha Gebert wird in seinem Stück "Sweet Dreams" gruselige Träume auf die JT-Bühne bringen. Die Teenager des Ausreißerclubs (14 bis 16 Jahre) beschäftigen sich mit der Sturm-und-Drang-Phase der deutschen Literatur. "Liebe, Leid und Limonade“ heißt ihr mit Peter Christoph Scholz selbstentwickeltes Stück, das Schillers "Kabale und Liebe" und Goethes "Werther" in den Mittelpunkt stellt.  In „Love like Dreams“ vermischt der Jugendclub (ab 16 Jahre)  Shakespeares „Sommernachtstraum“ und „Wie es euch gefällt“ und verspricht "eine wilde Reise durch das Gefühlsleben von Heranwachsenden". Am Sonntag begeisterten die Gruppe um Agnes Giese mit der Aufführung der Anfangsszene des Stücks.

Ihm sei es sehr wichtig, erklärte Dietrich, dass die fünf Clubs einmal zusammen auf der Bühne stehen. Inzwischen sei der Clubbereich eine große Säule des Jungen Theaters. Dietrich betonte, dass die Clubs ehrenamtlich von Schauspielern und Mitarbeitern des Theaters betreut werden. "Das ist keine Selbstverständlichkeit", sagt Dietrich.

Mehr Informationen zu den Theaterclubs gibt es hier

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