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Nachzucht bedrohter Vogelarten aus aller Welt

Vereinigung für Artenschutz Nachzucht bedrohter Vogelarten aus aller Welt

Als Deutschland 1976 das Washingtoner Artenschutzabkommen unterzeichnete, das den Handel mit bedrohten Tierarten verbietet, waren bereits tausende exotischer Vögel aus ihren Heimatländern nach Europa gebracht worden: Glanzsittiche aus Australien, Grünzügelpapageien und Kapuzenzeisige aus Südamerika.

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Grünzügelpapagei: zu erkennen am Streifen unterhalb des Auges.

Quelle: Heller

Reckershausen. Dem Erhalt dieser Arten außerhalb ihrer Heimat sowie einheimischer seltener Vögel hat sich die  Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht (AZ) verschrieben.

In Reckershausen konnten am Wochenende die Zuchterfolge der Ortsgruppe Göttingen bewundert werden.

17 Mitglieder hat die AZ in Südniedersachsen. „Wir werden immer weniger“, bedauert der Vorsitzende  Jörg Böning. Wer die Vogelzucht seriös betreibe, richte sich nach dem Artenschutzabkommen. „Wir züchten nur aus beringten Populationen“, sagt Böning. Das gilt sowohl für die Exoten, die bereits in Deutschland geboren wurden als auch für die einheimischen Arten wie Singdrossel oder Dompfaff. Wildtiere dürfen in Deutschland nicht gefangen, geschützte Arten aus anderen Ländern nicht eingeführt werden.

So greifen hiesige Züchter nur auf Bestände zurück, die bereits seit langem in Gefangenschaft leben. Viele Arten, die in ihrer Heimat durch Ausfuhr, Abholzung von Wäldern und Zersiedlung der Landschaft seltener werden, flattern in deutschen Volieren – wenn auch durch die langjährige Zucht teils in anderen Farben als von der Natur vorgesehen. Berühmtestes Beispiel ist der Kanarienvogel, den Menschen früh seines Gesanges wegen vermehrten.

Als gelbe Exemplare auftauchten, begannen Züchter, die Gefiederfarbe in den Mittelpunkt zu stellen. „Heute gibt es durch Einkreuzung des Kapuzenzeisigs und Zufütterung von Karotin rote Kanarienvögel“, sagt Böning.

Die AZ-Ortsgruppe Göttingen trifft sich an jedem vierten Freitag im Monat im Gasthaus „Zur guten Quelle“, Ernst-Ruhstrat-Straße 9.

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