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Naturbelassene Wiese im Helmsgrund umgepflügt

"Umweltfrevel" beklagt Naturbelassene Wiese im Helmsgrund umgepflügt

Eine seit Jahrzehnten naturbelassene Fläche am Südostrand von Geismar zwischen der Streuobstwiese „An der Trift“ und dem Bach Helmsgrund ist jetzt grobschollig umgepflügt worden. FDP-Ratsherr Karl Semmelroggen sieht darin einen „Frevel an der Natur“. Eine Magerrasenfläche sei damit völlig zerstört worden. Die Stadtverwaltung prüft den Vorgang.

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Umgepflügte Naturwiese am Südostrand von Geismar: Bauland oder wieder Landschaftsschutz?

Quelle: EF

Seit Jahrzehnten sei die frühere Ackerfläche im östlichen Gebiet des Helmsgrund aus der landwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen, so Semmelroggen. Eigentümerin sei die städtische Milde Stiftung. Die Fläche sei von ihrer Südhanglage und ihrer steinigen Bodenbeschaffenheit her eine Idealfläche für eine Entwicklung als Trockenbiotop. Da sie für eine Ackernutzung bedeutungslos geworden sei, sei sie nicht mehr verpachtet worden.Das Gelände sei 1999 biologisch-geografisch erfasst worden und werde seitdem von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt als schützenswert beobachtet.

Scheinbar sei die Beobachtung nicht intensiv genug, so der Ratsherr aus Geismar zum Wiesenumbruch. Erstmals habe er diese als „frevelhaft zu bezeichnende Tatsache“ am 1. Mai beobachtet, so Semmelroggen. Die Naturschutzbehörde habe seinen Bericht mit „blankem Entsetzen“ aufgenommen.

Der Bereich Helmsgrund/Elsternbreite war in den 80er Jahren aus dem Landschaftsschutz herausgenommen worden, um Wohnbebauung zu ermöglichen. Das Vorhaben lag zugunsten der Zietenterrassen auf Eis, ist aber im Leitbild 2020 der Stadt noch potenzielles Bauland. Im Geschäftsbericht 2008 der Wohnungsgenossenschaft Göttingen wird es als „Bauerwartungsland“ bezeichnet. Semmelroggen fordert eine Wiedereingliederung in den Landschaftschutz. Der Helmsgrund sei das einzige unbebaut gebliebene Kerbtal am Westhang des Göttinger Waldes.

ft

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