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Naturfreude kartieren am Geo-Tag Pflanzen und Tierarten in Göttingen

Nachtigall auf dem Drachenberg Naturfreude kartieren am Geo-Tag Pflanzen und Tierarten in Göttingen

Pflanzen- und Tierarten von der Ackerwinde bis zur Nachtigall haben 20 Naturfreunde am Sonnabendnachmittag auf dem Geismarer Drachenberg kartiert. Die Biologische Schutzgemeinschaft Göttingen und der Deutsche Jugendbund für Naturbeobachtung riefen zur Teilnahme am Geo-Tag der Artenvielfalt auf.

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Pflanzen- und Tierarten von der Ackerwinde bis zur Nachtigall haben 20 Naturfreunde am Sonnabendnachmittag auf dem Geismarer Drachenberg in Göttingen kartiert.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Ausrichter der bundesweiten Veranstaltung ist seit 17 Jahren das Geo-Magazin.

Schutzgemeinschaft und Jugendbund, die in Vorjahren im Diemardener Steinbruch, im Bratental bei Roringen oder auf dem Kalkmagerrasen zwischen Groß und Klein Lengden unterwegs waren, trafen sich diesmal auf der ehemaligen Bauschuttdeponie. Auf der 75 Hektar großen Fläche, wo Kinder im Herbst ihre Drachen steigen lassen, ist ein Golfplatz geplant.

„Wir wollen zeigen, was für eine vielfältige Naturlandschaft durch das Bauprojekt bedroht ist“, erklärt Reinhard Urner von der Schutzgemeinschaft. Auf dem Drachenberg gibt es unterschiedlich intensiv genutzte Äcker und Grünland. Brachflächen wechseln sich mit Gärten ab. Es finden sich Gebüschstreifen und sogar ein kleiner Sumpf.

In den Büschen singt die Nachtigal

Rebhuhn-Paare nutzen den Berg als Rückzugsgebiet. Die vielfältige Insektenwelt, die sich am Sonnabend wegen des feuchtheißen Wetters schlecht beobachten ließ, bietet Singvögeln eine breite Nahrungsgrundlage. Der Neuntöter spießt seine Beute auf den Dornen von Rosen und Schlehen auf.„Die Vorräte verfüttert er später an seine Jungen“, erläutert David Singer vom Jugendbund.

In den Büschen singt die Nachtigall. Der Distelfink, der sich von Pflanzensamen ernährt, benötigt Brachflächen, auf denen Stauden und Disteln wachsen können. Einen Greifvogel entdeckt Nele Richter-Harder, die ebenfalls beim Jugendbund aktiv ist, am Himmel. Der gespaltene Schwanz deutet auf einen Milan hin. Ein Blick durchs Fernglas zeigt rötliches Gefieder. Es ist ein Rotmilan. Richter-Harder spürt auch Nester der Haselmaus auf.

Ein Experte für Flechten ist Hartwig Ehlert. Auf dem asphaltierten Weg beim Osterfeuerplatz erkennt er die Kuchenflechte, an den Zweigen der Büsche die Gelbflechte. „Beide halten der Nitratbelastung stand, die mit intensiv betriebener Landwirtschaft verbunden ist“, berichtet er.

Pflanzen- und Tierarten von der Ackerwinde bis zur Nachtigall haben 20 Naturfreunde am Sonnabendnachmittag auf dem Geismarer Drachenberg in Göttingen kartiert. © Theodoro da Silva

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Von Michael Caspar

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