Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Naturschützer aus Göttingen sorgen sich um die Feldlerche am GVZ

Grone Naturschützer aus Göttingen sorgen sich um die Feldlerche am GVZ

Die Göttinger Naturschutzbeauftragte, Britta Walbrun, sorgt sich um Feldlerchen und andere Bodenbrüter, wenn noch in diesem Frühjahr das Güterverkehrszentrum (GVZ) III am Siekanger weiter erschlossen wird. Die Arbeiten sollten „dringend“ von Vogelexperten begleitet werden, „um den gesetzlichen Artenschutz zu gewährleisten“.

Voriger Artikel
A7 bei Göttingen: Unfall an Anschlussstelle
Nächster Artikel
Staatsanwaltschaft Göttingen klagt Mitglieder der "Nigeria-Connection" an

Göttinger Naturschützer sorgen sich um den Bestand der bodenbrütenden Feldlerchen.

Quelle: Nabu

Grone. Zugleich protestiert die Bürgerinitiative „Leine-Bürger“ jetzt gegen den Ausbau des Logistikzentrums auf einer Fläche von 130 000 Quadratmetern. Am Freitag soll darüber der Rat der Stadt entscheiden.

Noch in diesem Frühjahr will die Stadt den zweiten Teil der Gesamtfläche für 1,85 Millionen  Euro erschließen. Die Arbeiten müssen bis Mai abgeschlossen sein, damit ein Landeszuschuss fließt. Walbrun mahnt jetzt, dass die Bagger schon spätestens Anfang April abrücken müssten, weil dann die Brutzeit der Vögel beginne. Bisher werde das Gelände als Ackerland genutzt. Es sei aber auch  Lebensraum für die gefährdete Feldlerche und weitere Arten. Damit greife hier das Bundesnaturschutzgesetz mit klaren Vorgaben zum Artenschutz. Zudem sei im Bebauungsplan für diesen Bereich festgelegt, dass  nur außerhalb der Brutzeit der Lerche gebaut werden dürfe. Sind die Bodenbewegungen dann nicht abgeschlossen, sollten die weiteren Arbeiten wenigstens „durch ornithologische Untersuchungen begleitet werden“, fordert die Naturschützerin. „Natürlich“ werde die Untere Naturschutzbehörde bei der Stadt „darauf achten, dass Bauabläufe in bestimmten Bereichen nicht während der Brutzeit erfolgen“, sagte dazu Verwaltungssprecher Detlef Johannson“ auf Anfrage.

Auch die „Leine-Bürger“ weisen in einem Protestschreiben auf Artenschutz und die Brutzeit der Feldlerche hin. Und sie fügen an: Wenn die Fläche „planiert“ wird, werde der Lebensraum vieler Tierarten „unwiederbringlich zerstört“. Mit diesem „Flächenfraß“ werde darüber hinaus hochwertiger Boden einem  Industriegebiet geopfert und  die Landschaft immer weiter zersiedelt. Scharf kritisiert die „Leine-Bürger“-Initiative auch die Gegenfinanzierung der Investition. Um das Projekt bezahlen zu können, will die Stadt weniger Geld für Straßensanierung ausgeben. Es widerspreche dem Allgemeinwohl, wenn durch ein Gewerbegebiet mehr Lkw-Verkehr zu Lasten der Straßen entstehe, diese aber nicht in Schuss gehalten würden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016