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Infotafeln zur Renaturierung enthüllt

Leine Infotafeln zur Renaturierung enthüllt

Mit großem Aufwand hat Göttingen der Leine wieder Raum für eine naturnahe Aue gegeben – mitten in der Stadt. Infotafeln beschreiben jetzt Entstehung und Folgen dieser Revitalisierung. Mit einer Fahrradexkursion haben Naturschützer am Sonnabend auf die neuen Tafeln aufmerksam gemacht.

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Neue Tafeln informieren über die erfolgreiche Renaturierung der Leine.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Unsere Leineaue“ ist eine von drei Infotafeln am Leine-Radweg am östlichen Ufer zwischen Otto-Frey- und Godehardbrücke betitelt. Eine Aue, die eigentlich jedem Fluss Raum für Überschwemmungen geben sollte. In den zurückliegenden Jahrzehnten aber wurden Flüsse in Deutschland eher begradigt und eingeengt – und gegen Hochwasser immer höhere Dämme gebaut.

Großer Aufschrei führt zum Umdenken

Die Folgen: Die Auen verschwanden, Tiere und Pflanzen verloren ihren ökologisch wertvollen Lebensraum. Das war in Göttingen nicht anders, bis 1987 ein Arbeitskreis Ökologie erstmals auf dieses Manko aufmerksam machte, erinnerte der Vorsitzende des Göttinger Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Ralph Mederake, am Sonnabend die Exkursionsteilnehmer.

Viele Jahre hätten darauf Naturschützer immer wieder versucht, die Aue zu reaktivieren – in vermeintlicher Konkurrenz zum Hochwasserschutz. Als 2005 die Leine „mit drastischen Maßnahmen“ sogar noch mehr eingeengt werden sollte „gab es einen großen Aufschrei und schließlich ein Umdenken in der Ratspolitik mit einem tollen Ergebnis“, so Mederake: Von 2010 bis 2012 wurde das Leinebett von der Godehardbrücke Richtung Süden auf einer Länge von 1,2 Kilometern umgebaut – naturnah und inklusive Hochwasserschutz.

Fische und Pflanzen sind zurück

Das Flussbett wurde erweitert und tiefer gelegt, es wurden Kiesbereiche und Inseln angelegt sowie Röhrichte gepflanzt. Längst lebten wieder Fische wie Äsche, Elritze und Neunauge in der Leine, bilanzierte der Gewässerökologe Jürgen Rommelmann.

Auch sie werden auf einer der Infotafeln beschrieben. Eine weitere befasst sich mit den Pflanzen in der Leineaue, die dritte mit ihrer Geschichte. „Jetzt wünschen wir uns natürlich, dass auch die anderen Leine-Abschnitte umgestaltet werden, so Mederake.

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