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Naturschutzbund Dransfeld: Erster Pflegeeinsatz des Jahres bei Imbsen

Arbeiten im Auenwald Naturschutzbund Dransfeld: Erster Pflegeeinsatz des Jahres bei Imbsen

Zur Motorsäge haben am Sonnabend die Mitglieder des Naturschutzbundes (Nabu) Dransfeld am Sonnabend gegriffen. „Der Auenwald ist in den 90er-Jahren sehr eng gepflanzt worden“, begründet Jürgen Endres, Vorsitzender des Nabu Dransfeld, den Ort des ersten Arbeitseinsatzes des Jahres. Deshalb stehen die Bäume des Auenwäldchens bei Imbsen mittlerweile zu dicht beieinander.

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Nabu-Mitglieder lichten den Auenwald bei Imbsen.

Quelle: Heller

Imbsen. Die Kronen mancher Bäume hätten mangels Platz „nur noch Pinselform“. Jetzt lichteten die Helfer das Wäldchen und verschafften damit den verbleibenden Bäumen mehr Licht- und Wuchsraum. Das diene auch die Standfestigkeit, sagt Endres. Durch das Auslichten erhält zum Beispiel auch eine etwas krumm gewachsene Wildbirne eine Chance. Das Exemplar am Rand des Wäldchens war von umliegenden Bäumen stark bedrängt worden, so der Forstwirt.

Bei Maßnahmen wie der vom Sonnabend sei weniger der wirtschaftliche Ertrag als vielmehr die Erhaltung der Artenvielfalt des Auenwaldes die Prämisse, sagt Endres. Immerhin wachsen hier auch seltenere Baumarten wie Vogelkirsche, Frühe Traubenkirsche und eben auch die krumme Wildbirne. Das Auenwäldchen am südwestlichen Ortsausgang von Imbsen liegt am Lauf der Nieme und grenzt an eine landwirtschaftliche Fläche. Den Geländestreifen am südlichen Waldrand habe der Nabu dem Landwirt abkaufen können, sagt Endres, weil ein Teil des Geländes sehr durchnässt sei und sich kaum landwirtschaftlich nutzen lasse. Die Fläche ist nur eine, die der Nabu Dransfeld nach und nach erworben hat. Im Rahmen des Niemeprojektes soll nämlich entlang des Gewässerlaufs der Nieme ein Korridor geschaffen werden, in dem der Natur ein Stück zurückgegeben werden soll. Das Auenwäldchen bei Imbsen ist ein kleiner Baustein des langfristig angelegten Renaturierungsprogramms an der Nieme und ihrer Nebengewässer. Seit Anfang der 90er-Jahre sei es durch Kauf, Pacht oder Flächentausch gelungen, so erklärt Endres, dass inzwischen eine nennenswerte Anzahl an gewässernahen Grundstücken an der oberen und mittleren Nieme zur Verfügung stehen. Inzwischen seien es rund zwölf Hektar, die sich inzwischen zu größeren, weitgehend kompakten Biotopkomplexen zusammenfügen, sagt Endres. Langfristig rücken auch Flächen im weiteren Umfeld als Bausteine des Biotopnetzes in den Blickpunkt.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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