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Naturschutzgebiet an Schwülme und Auschnippe abgelehnt

Landschaftsschutzgebiet Naturschutzgebiet an Schwülme und Auschnippe abgelehnt

Die Verwaltung des Landkreises Göttingen soll das Verfahren zur Ausweisung eines Schutzgebietes an den kleinen Flüssen Schwülme und Auschnippe nicht an den Landkreis Northeim abgeben. Das hat der Umweltausschuss des Kreistages einstimmig empfohlen.

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Die Verwaltung des Landkreises Göttingen soll das Verfahren zur Ausweisung eines Schutzgebietes an den kleinen Flüssen Schwülme und Auschnippe nicht an den Landkreis Northeim abgeben.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen/Adelebsen. Außerdem ging es in der Sitzung um die Frage, ob die Ausweisung eines Landschaftsschutzgebietes oder eines strenger geschützten Naturschutzgebietes vorbereitet werden soll.

Bisher ist im Bereich der beiden Flüsse eine FFH-Gebiet (Flora, Fauna, Habitat) ausgewiesen. In der Gemeinde Adelebsen hatte das Thema für Unruhe gesorgt.

Das FFH-Gebiet und die beiden Flüsse erstrecken sich nämlich auch auf den Landkreis Northeim. Der hat angeregt, zur Vereinfachung das Verfahren für beide Landkreise zu übernehmen. Zugleich hatte der Landkreis Northeim angekündigt, die strengere Variante eines Naturschutzgebietes wählen zu wollen. Die Göttinger Kreisverwaltung hatte vorgeschlagen, das Verfahren abzugeben.

Im Gemeinderat Adelebsen und im dortigen Umweltausschuss hatte sich jedoch parteiübergreifend Unmut über die Abgabe des Verfahrens geregt. Auch Bürgermeister Holger Frase (SPD) lehnt dies ab, da damit die politischen Einflussmöglichkeiten aus dem Raum weitgehend verstellt wären.

In Adelebsen wird zudem die Ausweisung des strenger geschützten Naturschutzgebietes skeptisch gesehen, da Einschränkungen für Wirtschaftsbetriebe an den Flüssen gefürchtet werden. Zudem will die Gemeinde gerade ein Konzept für eine naturnähere Gestaltung der Schwülme entwickeln und umsetzen. Für die kommenden 15 Jahre sind dafür 900000 Euro vorgesehen, von denen aufgrund von Zuschüssen für die Gemeinde ein Eigenanteil in Höhe von lediglich 60000 Euro bleiben könnte.

Für die Erstellung eines Konzepts sind laut Frase im Haushalt 2016 bereits knapp 40000 Euro eingestellt, für ein Regenrückhaltebecken zwischen Hettensen und Lödingsen für den Haushalt 2017 gut 260000 Euro eingeplant. Das Schwülme-Konzept sollte nach Ansicht der Gemeinde mit den Planungen für das FFH-Gebiet abgestimmt werden.

Im Umweltausschuss des Kreistages schlossen sich die Politiker einstimmig der Adelebser Position an. Sowohl Kerstin Paetsch (CDU) als auch Volker Grothey (SPD) brachten Änderungsanträge ein, die darauf zielten, dass die Landkreisverwaltung das Verfahren für ihren Bereich behält und die Ausweisung eines Landschaftsschutzgebietes angestrebt wird. Lediglich die beiden beratenden Mitglieder Eckart Fascher (Linke) und Ulrich Heitkamp (Naturschutzbeauftragter) hatten für ein Naturschutzgebiet plädiert.

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