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Negative Auswirkungen für den Einzelhandel in Göttingen und Northeim

Piraten lehnen geplante Möbelmärkte ab Negative Auswirkungen für den Einzelhandel in Göttingen und Northeim

Die Göttinger Piraten lehnen die beiden geplanten Möbelmärkte westlich der Autobahn an der B3 ab. Hierdurch seien "keine positiven Impulse auf eine höhere Qualität im Göttinger Einzelhandel zu erwarten", heißt es in einer Mitteilung des Kreisverbandes.

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Quelle: Becker/dpa (Symbolfoto)

Göttingen. "Die Ansiedlung weiterer Möbelmärkte wird noch mehr Preisdruck in diesem Marktsegment erzeugen und weder zu besseren Arbeitsbedingungen noch zu einer wünschenswerten Entwicklung führen, wie wir sie uns für Göttingens Einzelhandel vorstellen", sagte Niels-Arne Münch, Vorsitzender des Kreisverbandes. Als besonders problematisch werde die im Gespräch befindliche österreichische Konzerngruppe XXXLutz gesehen. Deren Unternehmensgeflecht stehe wegen Behinderung von Betriebsräten, Einschüchterung von Mitarbeitern und Überschreiten von Arbeitszeiten stark in der Kritik.

Auch das "Aufweichen der Vorgaben des Einzelhandelskonzeptes" sehen die Piraten kritisch. "Statt der erlaubten 800 Quadratmeter soll der Stadtrat 3300 Quadratmeter Fläche für sogenannte Randsortimente bewilligen", argumentieren die Piraten. Zudem solle eine "der letzten größeren freien landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen der Autobahn und Groß Ellershausen" geopfert und versiegelt werden.

Auch der Northeimer Bundestagsabgeordnete Roy Kühne (CDU) hatte bereits im Juli Alarm geschlagen. Er sieht mit den Möbelmarktplänen den Fortbestand mehrerer Möbelhäuser in der Region sowie zahlreicher Fachhändler mit sogenannten innenstadtrelevanten Sortimenten gefährdet. "Dies hätte erhebliche Auswirkungen auf die Versorgungsfunktion der Stadt Northeim als selbständiger Versorgungsträger", sagt Kühne im Juli.

Derzeit sind in Grone rund 27000 Quadratmeter großer Möbel-XXXL-Markt und ein rund 6000 Quadratmeter großer Poco-Einrichtungsmarkt geplant. Nach Auskunft von Stadtbaurat Thomas Dienberg soll das Gesamtprojekt und Fakten zur Größenordnung und Sortiment im September im Bauausschuss vorgestellt werden. "Der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan könnte bei einem reibungslosen Ablauf im zweiten Quartal 2016 erfolgen. Ende 2016 könnte er dann rechtskräftig sein, der Bau im Anschluss also beginnen", erläuterte Dienberg den Zeitrahmen. 

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