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Neuanfang mit "Herzblut"

Neuer Dorfladen in Herberhausen Neuanfang mit "Herzblut"

Herberhausen bekommt wieder einen Dorfladen. Nachdem die bisherige Betreiberin Leena Jobson Mitte April aufgegeben hatte, will die Herberhäuserin Karin Klawunn den Laden als neue Betreiberin am Sonnabend, 30. Juli, wieder eröffnen. Ein Förderverein ist inzwischen von Herberhäusern gegründet worden.

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Dorfladen-Team: Betreiberin Karin Klawunn und Vereinsvorsitzender Mario Becker.

Quelle: Wenzel

Herberhausen. "Herberhausen braucht einen Laden", sagt Karin Klawunn. Mit dieser Gewissheit und dem Glauben, dass ein Dorfladen in dem 1800-Einwohner-Ortsteil funktionieren kann, wagt Klawunn als neue Betreiberin die Neueröffnung des Ladens. Ihr zur Seite steht der neu gegründete Förderverein "Dorfladen Herberhausen".

Nach einer Bürgerversammlung Mitte Juni mit rund 150 Teilnehmer haben sich bereits 100 Herberhäuser gefunden, die eine Absichtserklärung für eine Mitgliedschaft unterzeichnet haben. Noch würden Mitglieder gesucht, auch Spenden seien willkommen, sagt der Vereinsvorsitzende Mario Becker. Von so viel Resonanz sei sie überwältigt gewesen, sagt Klawunn und dankt für das ihr vorab entgegengebrachte Vertrauen.

"Ein Dorfladen ohne Förderverein funktioniert nicht mehr"

Der Verein werde den Laden nach Auskunft von Becker bei Anschaffungen unterstützen, er könne Förderungen beantragen, Projekte ins Leben rufen und ehrenamtliche Helfer organisieren und koordinieren. "Ein Dorfladen ohne Förderverein funktioniert nicht mehr", sagt Klawunn. Dieser könne "ein Stück Sicherheit" bieten.

Mit dem Laden wolle sie wieder "Leben ins Dorf" holen. So werde es Lebensmittel - "konventionell, bio und aus der Region" -, Backwaren und Dinge für den täglichen Bedarf geben. Gleichzeitig soll der Laden zum "Mittelpunkt des Dorfes" werden. Klawunn schweben etwa "Waffelnachmittage" für Kinder, ein Suppenausschank am Mittag oder Weinproben am Abend vor. Es soll eine Poststelle und eine Bistroecke geben. Auch wolle sie einen Lieferservice anbieten. "Man muss mit Herzblut dabei sein", kommentiert Klawunn den geplanten Service.

"Das wird mehr als ein Fulltime-Job"

Was auf sie zukommt, weiß Klawunn. Im alten Laden hatte sie rund anderthalb Jahre mitgearbeitet. "Das wird mehr als ein Fulltime-Job. Ich werde vermutlich am Rotieren sein", sagt sie. Eine Angestellte aus 450-Euro-Basis und Aushilfen sollen mit ihr den Laden schmeißen. 

Am Sonnabend. 30 Juli, will Klawunn den Laden ab 8 Uhr mit einem kleinen Fest eröffnen. Montags bis sonnabends soll er dann ab dem 1. August vormittags von 8 bis 13 Uhr geöffnet haben und montags bis freitags, außer mittwochs, von 15 bis 18 Uhr am Nachmittag.

Bio-Produkte aus der Region

Bis dahin will Klawunn die 110 Quadratmeter renovieren, ein neues Kassensystem installieren und die Warenregale füllen. Noch sei sie auf der Suche nach Bio-Produkten aus der Region. Auch ein neues Ladenschild wird es geben.

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