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Neubau Groner Tor: Rad- und Fußweg „unübersichtlich und gefährlich“

Lob für neue Fassaden-Ideen Neubau Groner Tor: Rad- und Fußweg „unübersichtlich und gefährlich“

Kopfschütteln gibt es immer wieder, inzwischen auch zustimmendes Kopfnicken. Aber dieser Satz von Architekt Roger Ahrens löst bei vielen der etwa 50 Gäste nur abfälliges Gelächter aus: „Wir wollen aus der gefühlten Enge eine Weite machen.“

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Scharfe Ecke: freier Platz für Busse vor der Zoologie verschwindet.

Quelle: EBR

Göttingen. Gelächter, weil auf dem freien Bauplatz an Kreuzung am Groner Tor ein sechsstöckiges Gebäude geplant ist. Gelächter auch, weil der Komplex weit vorgezogen und der jetzige Platz für Fernbusse und Autos vor der Zoologie dann verschwinden soll.

Es ist die zweite Informationsveranstaltung zum geplanten Hotel- und Bürokomplex am Groner Tor. Und seine Lage dicht an den beiden Hauptstraßen ist für viele die eigentliche Überraschung – und ein neuer Knackpunkt. Fronten und Hausecke sollen fast bis zur Fahrbahn und Kernkreuzung reichen. Die verbleibende Fläche vor der Zoologie wird dann kleiner und verkehrsberuhigt.

An der Berliner Straße und Groner Landstraße wird ein drei Meter breiter Fußweg und ein vier Meter breiter Radschnellweg entlang geführt, dicht um die Hausecke herum. Genau das aber sei „höchstproblematisch und gefährlich“, kritisierte Francisco Welter-Schultes im Namen von drei Initiativen, die beim Sozialministerium eine Beschwerde gegen das Projekt eingereicht haben. Die Kurve sei zu unübersichtlich.

Für wartende Fußgänger und Radler, die die Abbiegespur Richtung Innenstadt überqueren wollen, sei der Platz erst recht zu klein. Andere kritisieren, dass ein öffentlich genutzter Raum „gestohlen und privatisiert“ werde. Und alle fordern, dass der Gebäudekomplex zurückgesetzt werden solle.

Der Vertreter des Investors EBR, Borzou Rafie-Elizei, zeigt später Verständnis: „Wir nehmen die Hinweise sehr ernst“, sagt er auch gegenüber dem Tageblatt, „wir wollen nicht, dass hier später irgendjemand gefährdet wird.“

Nur noch wenig Kritik gab es während der Veranstaltung an der inzwischen überarbeiteten Fassadengestaltung – von vielen sogar Lob: „Ansprechend und dekorativ“ seien die neuen Varianten, sagte ein Zuhörer, „deutlich besser als vorher und weniger beliebig“, ein anderer.

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Foto: Groner Tor: Variante 1 mit Blick auf das Hotel hinter der Zoologie.

Die Diskussion um den geplanten Sparkassen- und Hotel-Komplex am Groner Tor geht weiter. Erneut haben sich die Architekten Roger Ahrens und Gesche Grabenhorst mit den Fassaden beschäftigt. Die EBR Projektentwicklungs-GmbH hat gestern drei neue Varianten vorgestellt, die sich jedoch nur in Details unterscheiden. An Höhe und Anordnung halten die Planer fest, „die Gebäudeteile korrespondieren mit ihrer Umgebung“, sagt Ahrens.

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