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Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Göttingen Weende

Ortsbrandmeister verlässt frustriert Sitzung Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Göttingen Weende

Nirgendwo in Göttingen ist das Brandrisiko so groß wie in Weende. Dazu tragen unter anderem die vielen Forschungseinrichtungen und Industriebetriebe sowie die dichte Bebauung im 18.000 Einwohner zählenden Stadtteil bei. Das hat der Chef der städtischen Berufsfeuerwehr, Martin Schäfer, im Ortsrat Weende betont.

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Göttingen. „Um so unverständlicher ist, dass sich beim geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses seit Anfang des Jahres nichts getan hat“, schimpft Ortsbrandmeister Andreas Eichner.

Ein Neubau des maroden Gebäudes aus dem Jahre 1934 ist unumgänglich, kann aber aus Platzgründen nicht am alten Standort Am Weendespring erfolgen. Allzu weit entfernt sollte der Bauplatz nicht liegen, weil die Ortswehr eine wichtige Rolle beim Brandschutz in Weende-Nord spielt.

Die Berufsfeuerwehr hat Schwierigkeiten, dort rechtzeitig innerhalb der Hilfsfristen für die Menschenrettung von acht Minuten einzutreffen. Der Weg von der Breslauer Straße ist zu weit, sagt Schäfer.

Die Bauplatzsuche gestaltet sich schwierig. Am Weendespring Ecke Ernst-Fahrbusch-Straße gibt es einen Parkplatz, der die richtige Größe hat. Dort befand sich allerdings früher eine Müllkippe. Der Inhalt müsste bei einer Bebauung für viel Geld entsorgt werden. Die Feuerwehr würde gerne den Mehrzweckplatz an der Ernst-Fahlbusch-Straße nutzen, wo früher die Kirmes stattfand.

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Dort befindet sich bereits eine Feuerwehrübungsstrecke mit Unterflurhydrant. Dort soll aber nach der Neugestaltung des Freibads der Eingangsbereich entstehen, gibt Ortsratsmitglied Hans Otto Arnold (CDU) zu bedenken.

Auf der anderen Straßenseite gibt es eine freie Fläche, die früher als Schulerweiterungsgelände ausgewiesen war. Die Stadt hat sie jedoch zwischenzeitlich verkauft. Für weniger gut geeignet hält Eichner das Haus der Bezirkssportanlage Weende. Dort könnten Feuerwehr und Sportverein gemeinsam ein Gebäude zu errichten. Es müsste allerdings sichergestellt werden, dass keine Fremden in die Fahrzeughallen gelangen könnten, so der Ortsbrandmeister.

Eichner hat auch die vier Hallen ins Gespräch gebracht, die früher von der Werksfeuerwehr der Fabrik Huhtamaki genutzt wurden. Der neue Eigentümer des Grundstücks, Patrick Deyerl von der Soester Hoko Verwaltungs GmbH, winkt ab. Das Gebäude, das in den 50er-Jahren errichtet worden sei, befinde sich in einem schlechten Zustand.

Zudem vertrage sich ein Feuerwehrgebäude nicht mit der auf dem Gelände geplanten Wohnbebauung. Eichner verließ frustriert die Ortsratssitzung.

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