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Neue Ausfahrt und Platz für 119 Lastwagen

Rastanlage-Ost wird deutlich erweitert Neue Ausfahrt und Platz für 119 Lastwagen

Schon lange wird ein Ausbau der Autobahn-7-Behelfsausfahrt Mengershausen diskutiert. Jetzt beginnt das Verfahren. Neben den Abfahrten soll vor allem die Parkanlage an der Ostseite erweitert werden. Bis der Ausbau wirklich startet werden aber noch weitere Jahre vergehen.

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Autobahn 7 bei Mengershausen: Die Rastanlage an der Ostseite soll im Süden um eine Parkanlage für Lastwagen vergrößert werden. Die Behelfsausfahrt wird ausgebaut.

Quelle: Meder

Mengershausen. Die Behelfsabfahrt an der Mengershäuser Raststätte an der Autobahn 7 wird ausgebaut.

Zudem wird die Rastanlage auf der Ostseite massiv erweitert – unter anderem um einen Parkplatz für 119 Lastwagen. Für diese Großbaumaßnahme sind Kosten von 20 Millionen Euro veranschlagt. Das so genannte Planfeststellungsverfahren läuft jetzt an.

Seit Jahren wird über den Ausbau diskutiert, jetzt beginnt  das offizielle Verfahren – die Unterlagen für das Mammutprojekt liegen derzeit öffentlich aus. Politik, Verwaltung Bürger, Verbände und Initiativen können dazu nun ihre Stellungnahmen abgeben. 

„Wir beginnen gerade erst damit“, sagt Karsten Rindermann von der Gemeindeverwaltung Rosdorf. Wer sich umfassend über die Baumaßnahme informieren will, braucht also Zeit. „Bei uns liegen sechs Ordner voll Unterlagen aus“, so Rindermann.

„Der nächste Schritt nach der Auslegung der Unterlagen ist es, die Stellungsnahmen auszuwerten und gegebenenfalls zu überprüfen“, sagt Heiko Lange vom zuständigen Straßenbauamt Gandersheim.  Das liege dann  in der Hand der Planfeststellungsbehörde, in diesem Fall also bei der zentralen Landesbehörde für Straßenbau in Hanover.

Erst im Anschluss daran werde man beispielsweise mit den Grundstücksverhandlungen beginnen. Auch das Geld für den Bau, nach derzeitigen Kalkulationen sind das rund 20 Millionen Euro, könne erst dann beantragt werden, noch sei im Landeshaushalt dafür nichts vorgesehen.  In der Regel benötige das alles mehrere Jahre. Allein ein Planfeststellungsverfahren laufe in Regel ein bis zwei Jahre lang.

Geplant ist der Bau von zwei Autobahn-Ab- und Auffahrten  – statt der beiden Behelfsausfahrten, die zur Zeit über die Raststätten auf die Landesstraße 573 führen. Der neue Anschluss an die Autobahn wird auf der Westseite von der Raststätte abgekoppelt, die Rastanlage selbst wird dort nicht erweitert, nur moderat umgestaltet. Unter anderem fallen später dort die Lkw-Parkplätze weitgehend weg, stattdessen soll es 119 Pkw-und acht Busparkplätze Plätze geben. Derzeit sind es 44 Laster- und 70 Pkw-Parkplätze.

Anders auf der Ostseite: Dort wird die Rastanlage in Richtung Süden und Osten kräftig erweitert. Statt der bisherigen 44 sollen südlich der heuten Raststätte künftig 119 Lastwagen parken können. Die Zahl der Parkplätze für Pkw bleibt nahezu gleich. Auf dieser Seite können die Raststättenausfahrt und Autobahnabfahrt nicht räumlich getrennt werden, beides erfolgt über eine gemeinsame Abfahrt.

„Im Zuge des Ausbaus ist auch der Bau eines Pendlerparkplatzes am Kreisel an der Ostseite geplant“, erklärt Steinberg. Die alte Bundesstraße 573 nach Rosdorf werde in einen Wirtschaftsweg zurückgebaut.

Der Ausbau der Tank-und Rastanlage ist Bestandteil eines bundesweiten Konzeptes um das Defizit an Lkw-Parkplätzen an Autobahnen zu beseitigen. „Vorrangig beim Umbau dieser Anlage ist also die Erweiterung der Lkw-Parkstandsflächen“, so steht es in der  Beschreibung des Bundesprojektes.

An der Westseite ist eine Vergrößerung wegen der nahen Bebauung nicht möglich. Auf der Westseite  soll deshalb etwas weiter im Norden die neue PWC-Anlage (Parken und WC) bei Holtensen gebaut werden.

Flächenverlust trifft Landwirte

Für den Ausbau der Rastanlage werden mehrere Hektar Land benötigt – zur Zeit noch Ackerland. „Jede Vernichtung von Ackerflächen ist für uns natürlich eine Katastrophe“, sagt Achim Hübner, Geschäftsführer des Landvolkverbandes. Und: „Die sichtbare Maßnahme ist ja nur ein Teil des Ganzen“, sagt er. Für den Ausbau müssen andere Flächen als Ausgleich zur Verfügung gestellt werden.

Meist seien das auch Ackerflächen. „Für die Umgehungsstraße bei Desingerode wurden beispielsweise für einen Hektar Straßen sieben Hektar landwirtschaftliche Fläche renaturiert“, erklärt Hübner. Neue Lkw-Plätze seinen allerdings dringend nötig.

Drei weitere A7-Parkanlagen

Zusätzlich zu dem Ausbau der Park-Kapazitäten  an der Rastanlage Mengershausen-Ost sind entlang der Autobahn 7 und der Autobahn 38 im Landkreis Göttingen drei weitere Rastplätze geplant. Insgesamt sollen dort Stellplätze für mehr als 210 Lastwagen, 18 Busse und einige Schwertransporte geschaffen werden.

Zwischen Lenglern und Holtensen ist ein Autobahnparkplatz mit WC (so genannte PWC-Anlage) unter dem Namen Wasserbreite  geplant. Das ist eine unbewirtschaftete Rastanlage in Fahrtrichtung Kassel. Das Planfeststellungsverfahren wurde Ende 2014 eingeleitet. Umfang: 75 Pkw-, 12 Bus-, 156 Lkw-Parkplätze und 100 Meter Platz für Schwertransporte.

An der Autobahn 38 bei Elkershausen ist unter dem Namen Gieseberg ebenfalls eine neue  PWC-Anlage in Fahrtrichtung Halle geplant. Der Flächenbedarf für den Parkplatz beträgt rund 2,1 Hektar. Das Planfeststellungsverfahren wurde hier 2013 eingeleitet; der Planfeststellungsbeschluss liegt seit März vor.

Der Baubeginn ist bislang für das Jahr 2017 geplant. Gegen den Bau wird geklagt. Umfang: 32 Pkw-, 24 Lkw-, drei Busparkplätze und 125 Meter für einen Schwertransporter. Die Baukosten werden zurzeit mit rund 3,4 Millionen Euro veranschlagt.

An der Autobahn 7 bei Atzenhausen  is die dritte PWC-Anlage – unter dem Namen Langer Grund – geplant. Der Rastplatz in Fahrtrichtung Kassel liegt  zwischen dem Autobahndreieck Drammetal und der Anschlussstelle Hann. Münden-Hedemünden. „Die Planungsarbeiten sind weitgehend abgeschlossen; derzeit befindet sich der Entwurf im verwaltungsinternen Genehmigungsverfahren“, teilt das Straßenbauamt Gandersheim mit.

Demnach soll voraussichtlich im Jahr 2016 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. Die Baukosten werden zurzeit mit rund 5,3 Millionen Euro veranschlagt. Der Flächenbedarf für den Parkplatz beträgt rund fünf Hektar. Umfang: 34 Stellplätze für Pkw, 42 für Lastwagen, drei für Busse und 250 Meter Stellfläche für Schwertransporte.

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