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Neue Beschwerdestelle des Landkreises Göttingen zieht Bilanz

177 Beschwerden in einem Jahr Neue Beschwerdestelle des Landkreises Göttingen zieht Bilanz

„Inhaltliche Entscheidungen“ zu einem Antrag, zu Sozialleistungen und zu ähnlichen Bescheiden sind der hauptsächliche Grund, warum sich Bürger an die Beschwerdestelle der Göttinger Kreisverwaltung wenden. Solche Anfragen machten etwa 75 Prozent aller Fälle aus, berichtete die Beschwerdemanagerin Claudia Gerhardy am Montag im Personalausschuss des Kreistages.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Von März 2014 bis Mai 2015 hätten sie und ihre Kollegen 177 Beschwerden entgegengenommen und bearbeitet – fast genau so viele wie im Jahr davor. Seit knapp zweieinhalb Jahren gibt es das Beschwerdemanagement im Kreishaus. Gerhardys inhaltliche Bilanz auf Nachfrage: „Ja, es lohnt sich, vor allem für die Beschwerdeführer. Weil ich mich dann darum kümmere und oft einfach Licht in die Sache bringe.“ Denn häufig seien Missverständnisse und kompliziert formulierte Bescheide Ursache für den Groll des Bürgers und Grund seiner Beschwerde.

 
Die meisten Beschwerden habe es im vergangenen Jahr mit 40 Fällen über Entscheidungen im Jobcenter gegeben, so Gerhardy, gefolgt vom Umweltamt (31), vom Amt für Ordnung und Verkehr (23) und Bauamt (20).

 
In 151 von 177 Fällen habe es inhaltliche Beschwerden gegeben, unter anderem über gekürzte Leistungsbezüge im Sozialbereich, Baugenehmigungen oder Ordnungsbescheide nach einer Verkehrssünde. Aber auch Beschwerden über die Schülerbeförderung gebe es häufiger, und viele Hinweise: zum Beispiel auf die fehlende Biotonne des Nachbarn, liegengebliebenen Sperrmüll und beschädigte Bushaltestellen.

 
Erst mit weitem Abstand folgten Bürgerklagen über das Verhalten von Beschäftigten in der Kreisverwaltung (26) und über die Bearbeitungszeiten (19), so Gerhardy. Letztgenannte seien im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Häufiger als zuvor würden Kunden zudem anrufen, dafür seltener Mails schicken.  „Patzige oder aggressive“  Antworten bekomme sie nur selten, bilanzierte Gerhardy. 

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