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Perspektiven am Arbeitsmarkt

Broschüre über 30 Jahre Arbeitslosenqualifizierung Perspektiven am Arbeitsmarkt

Die Neue Arbeit Brockensammlung (NAB) hat am Freitag mehr als drei Jahrzehnte sozialdiakonische Arbeit gefeiert. Aus diesem Anlass wurde die neue Broschüre mit dem Titel „Menschen eine Chance geben“ veröffentlicht.

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Dank und Anerkennung übermitteln die Kooperationspartner Stadt und Landkreis an die NAB (v.l.): Superintendent Friedrich Selter, Betriebsleiterin Maria Schmidt, Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck, Landrat Bernhard Reuter.

Quelle: Kirchhoff

Die NAB ist in Göttingen für ihr Gebrauchtwaren-Kaufhaus, den Second-Hand-Laden Kim und die Unterstützung von Männern und Frauen auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt bekannt. „Wir feiern nicht groß, sondern, wie es sich für eine soziale Einrichtung gehört, in bescheidener Form“, erklärte Superintendent Friedrich Selter für den Träger der NAB, den evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Göttingen. Allerdings stellten er und seine Nachredner rasch klar, dass die Neue Arbeit Großartiges leiste.

Die Broschüre vermittelt den Weg von der Gründung 1984 als Beschäftigungsprojekt im Rosdorfer Weg bis zur heutigen „sozialpädagogischen Institution“. Den Anfang machte „eine Handvoll Teilnehmer“, die am Straßenrand im Sperrmüll nach brauchbaren Dingen zur weiteren Nutzung suchten. 1993 folgte der Umzug in die Levinstraße: Hier wurden Tischlerei, Malerbetrieb, Elektrowerkstatt, Töpferei und Metallwerkstatt eingerichtet. Seit 2004 bietet die NAB von der EU geförderte Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekte. Die NAB, so Betriebsleiterin Maria Schmidt, beschäftigt und qualifiziert „langzeitarbeitslose Menschen unter marktnahen Bedingungen“.

Landrat Bernhard Reuter (SPD) erinnerte daran, dass soziale Betriebe in ihrer Entstehungszeit belächelt worden seien, da sie auf dem Arbeitsmarkt nichts würden ausrichten können. „Die Kritiker haben sich geirrt. Die NAB ist zum Vorbild für weitere Gründungen geworden.“ Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck ist „28 Jahre eine lange Strecke mit der NAB gegangen“. Sie dankte dem Kirchenkreis, der finanzielle Defizite stets ausgeglichen habe: „Sie haben das Projekt nie beendet, weil es zu teuer wurde.“

 

Es sei wichtig, den Menschen, die keine Zukunft sehen, eine Perspektive im zweiten Arbeitsmarkt zu geben. „Diese Leistung ist ein überwältigender sozialpolitischer Erfolg.“ ski

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