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Neue Chance für Bahnhof Rosdorf

Land will 21 alte Bahnhaltepunkte reaktivieren Neue Chance für Bahnhof Rosdorf

Halten bald wieder Züge in Rosdorf? Die Landesregierung hat am Montag eine Liste mit 21 Bahnhaltepunkten vorgestellt, die reaktiviert werden sollen. Darunter auch Rosdorf.

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Hier könnten schon bald wieder Züge halten: ehemaliger Bahnhof in Rosdorf.

Quelle: Hinzmann

Rosdorf/Hannover. Rosdorf findet sich auf der Liste in der zweiten Kategorie. Die erste Kategorie sind Bahnhöfe, die uneingeschränkt positiv bewertet wurden. In der zweiten Kategorie stehen Orte, in denen Stationen reaktiviert werden sollen. Neben Rosdorf sind das  noch Adendorf und Hildesheim-Himmelsthür. „Hier müssen lediglich noch final die Rahmenbedingungen für den künftigen Fahrplan geklärt werden“, teilte das Ministerium mit. „Die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und damit der Mobilität der Menschen im Flächenland Niedersachsen ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung“, sagte Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) in Hannover.

Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) aus Göttingen begrüßte das Programm ausdrücklich. „Ich halte die Reaktivierung für sehr  realistisch“, sagte er gegenüber dem Tageblatt. Da die Züge ohnehin durch Rosdorf fahren, müsse man nur noch für einen Haltepunkt sorgen. „In vier bis fünf Minuten sind die Fahrgäste dann in Göttingen“, so Wenzel. Er sieht darin eine „wichtige Verbesserung für den Personennahverkehr auf Schiene und Straße.“

Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg (SPD) reagierte überrascht. Er sei gespannt, an welchem Standort der Haltepunkt eingerichtet werden soll. Dazu machte die Landesregierung keine Angaben. Er vermute, dass es um den alten Bahnhaltepunkt an der Bahnhofstraße im Südosten gehe, so Steinberg. Das wäre aber für große Teile der Bevölkerung unattraktiv. Bürger, die auf dem Hamberg, in Mengershausen oder Settmarshausen wohnten, seien mit dem Bus schneller am Göttinger Bahnhof als am Rosdorfer. Zudem habe er Bedenken, dass sich der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Rosdorf dann gegenseitig Konkurrenz machen könnte.

Die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) hatte insgesamt 38 Stationen einer Analyse und Bewertung unterzogen. Diese waren zuvor von Kommunen benannt worden. Entscheidende Prüffaktoren waren unter anderem, dass das Einwohnerpotenzial im 1,5 Kilometer-Radius über 2000 Einwohner liegt und die Entfernung zum nächsten Bahnhof mehr als drei Kilometer beträgt. Der Hauptort muss zudem direkt an der Schienenstrecke liegen, die bereits von einer Bahn bedient wird.

Von Britta Bielefeld und Andreas Fuhrmann

Dieser Beitrag wurde um 20.33 Uhr aktualisiert.

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