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Neue Chefs für GöVB und Stadtwerke gesucht

Reinhard Kraft scheidet vorzeitig aus Neue Chefs für GöVB und Stadtwerke gesucht

Die Göttinger Stadtwerke suchen für ihre leitende Doppelspitze einen neuen zweiten Vorstand. Zugleich ist bei den Verkehrsbetrieben (GöVB) die Stelle des Geschäftsführers ausgeschrieben.

Reinhard Kraft, zurzeit Stadtwerke-Vorstand und GöVB-Chef in Personalunion, scheidet Ende April aus gesundheitlichen Gründen aus. Die Posten sollen personell getrennt voneinander neu besetzt werden, bestätigen Stadtwerke-Sprecher Klaus Plaisir und Stadtsprecher Detlef Johannson.

Die Stadtwerke AG wird seit zwei Jahrzehnten von einer Doppelspitze geleitet: seit vielen Jahren von Norbert Liekmeier als Vorsitzender und kaufmännischer Vorstand sowie von Reinhard Kraft (63) als technischer Vorstand. An dieser Grundstruktur solle sich nichts ändern, erklärt Johannson. Die GöVB ist seit 2003 als eigenständiges Unternehmen aus den Stadtwerken ausgegliedert. Seitdem führt Kraft diesen Betrieb zusätzlich als Geschäftsführer – „ein Glücksfall“ sagt Johannson. Für beide Positionen seien „absolute Fachleute“ gefragt. Es sei kaum möglich, die Anforderungen wieder in einer Person zu vereinen.

Für die GöVB wird offenbar ein Experte für den öffentlichen Personennahverkehr gesucht, der die Ausgaben und regelmäßig hohen Verluste reduziert, denn letztere muss die Stadt Göttingen ausgleichen. Die Stadtwerke AG liefert Gas, Wasser und Fernwärme und beschäftigt etwa 150 Mitarbeiter. Ihr Hauptgesellschafter ist die Stadt Göttingen (knapp über 50 Prozent) neben der Eon Mitte. Die GöVB ist eine Tochter der Stadtwerke, deckt den Stadtbusverkehr ab und beschäftigen etwa 240 Mitarbeiter.

Von Ullrich Schubert

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Nach 22 Jahren an der Spitze verlässt der Vorstandsvorsitzende der Göttinger Stadtwerke, Norbert Liekmeier, zum Jahresende das Unternehmen. Sein Vertrag läuft aus, der 63-Jährige geht faktisch in den vorzeitigen Ruhestand. Voraussichtlich in der letzten Aprilwoche wird der Aufsichtsrat entscheiden, ob die Leitung für den kaufmännischen Bereich ausgeschrieben und wiederbesetzt wird.

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